Dieser Lehrer sollte Schule machen

Pädagogik: Robert Rauh vom Barnim-Gymnasium in Falkenberg wurde mit dem deutschen Lehrerpreis ausgezeichnet

„Unser Lehrer ist der Beste.“ Davon sind die Schüler des Barnim-Gymnasiums in Falkenberg so überzeugt, dass sie ihren Lieblingspauker für den Deutschen Lehrerpreis nominierten. Und Robert Rauh überzeugte auch die Jury und wurde gemeinsam mit 15 Kollegen aus ganz Deutschland von der Vodafone Stiftung und dem deutschen Philologenverband ausgezeichnet.

Vorbild Chemielehrer

Der 46-Jährige unterrichtet die Fächer Deutsch, Geschichte und Politikwissenschaften. „So einen Lehrer wie Herrn Rauh wünschen wir jedem“, sagen seine Schüler. Seinen Unterricht beschreiben sie als „methodisch, sehr vielfältig, interessant und abwechslungsreich.“ Dabei ist es Robert Rauh vor allem wichtig, seine Schüler ernstzunehmen, sie für sein Fach zu begeistern und entspannt zu sein, ohne dabei Autorität einzubüßen. „Für seine Fächer muss man brennen“, sagt er. Geschichte und Deutsch waren schon seine Lieblingsfächer, als er selbst noch die Schulbank drückte. „Mein Vorbild war allerdings meine Chemielehrerin, da sie uns stets unterstützte“, erinnert sich Rauh. Er legt großen Wert darauf, jeden seiner Schüler fair zu behandeln. Seinen Unterricht gestaltet er handlungsorientiert und interaktiv. Sogar ein eigenes Geschichtsbuch für Oberstufenschüler hat der Pankower schon verfasst. Das Werk „Grundwissen Geschichte“ hilft Schülern, sich auf ihre Abiturprüfungen vorzubereiten.

Sozialarbeiter wichtig

An seinem Beruf schätzt Rauh vor allem die Arbeit mit jungen Menschen und ihren „klaren, unverstellten Blick auf die Welt“. Dass ausgerechnet er mit dem Preis geehrt wurde, freut ihn zwar sehr, aber er sagt auch bescheiden: „Es gibt so viele engagierte Lehrer, die unglaublich tolle Arbeit leisten.“ Dabei wollte Robert Rauh ursprünglich gar nicht Lehrer werden. Sein Talent fürs Unterrichten entdeckte er erst, als er während seines Studiums der Archivar-Wissenschaften Nachhilfe für Schüler gab. Die neu entdeckte Leidenschaft bewegte ihn schließlich, Geschichte und Germanistik auf Lehramt zu studieren. Dass ihn sein Studium zu einem so guten Lehrer gemacht hat, glaubt Rauh allerdings nur bedingt. „An den Unis fehlt der rechtzeitige Praxisbezug“, kritisiert er die Ausbildung an den Hochschulen. Außerdem wünscht er sich auch einen Einstellungstest für Lehrer. Und was sollte sich in Zukunft an den Schulen noch ändern? „Es sollte kleinere Klassen und technisch modernere Ausstattungen geben. Zudem braucht jede Schule einen Sozialarbeiter.“ Dass Robert Rauh einst Archivar werden wollte, kann er sich heute selbst kaum mehr vorstellen. Als Lehrer habe er nicht nur seinen Beruf sondern seine Berufung gefunden.

Nabila Lalee / Bild: Stefan Bartylla

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