Liebe Grüße vom Weihnachtsmann

Spenden: Sportclub in Lichterfelde sammelt jedes Jahr Päckchen für bedürftige Kinder in Osteuropa

Weihnachtszeit ist Spendenzeit. Auch für den Elixia Vitalclub in Lichterfelde. Wo sonst Sport getrieben wird und sich ein Wellness-Angebot an das andere reiht, stapeln sich in der Vorweihnachtszeit die Pakete. Clubmanagerin Alexandra Bakasch beteiligt sich jedes Jahr an der weltweiten Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ und sammelt Päckchen für bedürftige Kinder. Rund 60 Kartons haben bis vor Kurzem einen Teil des Kids-Clubs, einem besonderen Angebot für Mütter, die in Ruhe trainieren und ihr Kind gut aufgehoben wissen wollen, in Beschlag genommen. Jetzt sind sie auf dem Weg und müssten dieser Tage ankommen in der Slowakei, Ukraine, in Bulgarien, Rumänien und Moldawien – und zaubern dann den Kindern ein Lächeln ins Gesicht.

Manches darf nicht mit

Exakt 491.771 Päckchen wurden in diesem Jahr in ganz Deutschland gesammelt. Das Prinzip ist einfach: Zwischen Ende Oktober und Mitte November nehmen 54 Sammelstellen in Berlin Schuhkartons mit Spielsachen, Kleidung oder haltbaren Süßigkeiten an. 800 Anlaufstellen sind es in ganz Deutschland. Der Deckel muss dabei einzeln verpackt sein, damit die fleißigen Helfer einen schnellen Blick ins Innere werfen können. Kontrolliert werden die Pakete im Elixia-Club nicht. „Wir nehmen die Päckchen bloß an und geben sie an eine große Sammelstelle weiter“, erklärt Bakasch. Da wird dann nachgeschaut, was sich darin alles verbirgt. Denn es gibt viele Richtlinien, an die Spender sich halten müssen. Auch wenn sie es gut meinen, sollten sie auf bestimmte Lebensmittel verzichten. Die Regeln können Interessierte im Internet nachlesen. Bereits getragene Kleidung, kaputte Spielsachen und benutzte Stofftiere werden auch aussortiert. Viele Spender wissen aber schon gut Bescheid. Sehr selten verirren sich mittlerweile benutzte Kleidung oder Spielsachen sowie nicht zulässige Lebensmittel in die Päckchen. Wenn trotzdem etwas nicht mit auf die Reise darf, hat die Sammelstelle Ersatzware von der Zentrale, um wieder aufzufüllen. Darunter sind Mützen, Stofftiere und andere nützliche Dinge.

Wenn alle Pakete kontrolliert sind, werden sie in große Umzugskartons verstaut. Anfang Dezember kommen dann die Lkws und laden die vielen Geschenke aus Schöneberg und Umgebung auf. Um den reibungslosen Ablauf zu garantieren, fährt meist ein Mitarbeiter des Vereins „Geschenke der Hoffnung“ mit. „So kommen die Lkws auch genau da an, wo sie hin sollen und gehen nicht unterwegs verloren“, erklärt Tobias-Benjamin Ottmar, Sprecher der christlichen Initiative. Bei der liegen auch die Sammelrechte für den deutschsprachigen Raum, also auch Österreich, Schweiz und Lichtenstein. Gesammelt wird bei der Spendenaktion „Weihnachten im Schuhkarton“ aber weltweit. Unter anderem in den USA, Großbritannien, Spanien und Japan. Gut neun Millionen Päckchen wurden zum Beispiel 2012 eingesammelt und in die ganze Welt verschickt.

Hilfe für den Weihnachtsmann

Der Elixia Vitalclub wird voraussichtlich auch im nächsten Jahr dem Weihnachtsmann wieder kräftig unter die Arme greifen. „Ich finde dieses Engagement sehr gut“, sagt Bakasch, die von „Weihnachten im Schuhkarton“ von einer Freundin aus Schleswig-Holstein erfahren hat und sofort Feuer und Flamme war. Der Club beteiligt sich schon zum dritten Mal an dem gemeinnützigen Projekt.

Sara Klinke und Alexander Wolff / Bild: Geschenke der Hoffnung

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