Frust und Hoffnung in der Wuhlheide

Gartendenkmal: Bürgerinitiative fühlt sich im Stich gelassen / Stadtrat stellt Vertrag in Aussicht

Eine grüne Oase mit Wasserspielplatz, Brunnen und Pavillons, wo sich Kinder und Familien unentgeltlich vergnügen können: Das ist die Vision einer Gruppe von Anwohnern für den denkmalgeschützten Teil der Wuhlheide zwischen der Treskowallee und dem Friedhof Oberschöneweide. Seit dem Abzug der russischen Truppen arbeiten sie daran, das Gartendenkmal wieder in einen würdigen Zustand zu versetzen.

Vom Bezirk fühlen sie sich alleingelassen. In Kürze laufen die Vorbereitungen für die Feierlichkeiten zum 100-jährigen Bestehen des Wasserwerks Wuhheide an: für Hilde Schneider und ihre Mitstreiter ein Grund mehr, Druck zu machen. Während der vergangenen zwei Jahrzehnte befreiten sie die Grünflächen von Müll und Vandalismusschäden, errichteten einen Pavillon auf dem historischen Waldspielpatz. Dennoch glaubt Schneider, das Grünflächenamt empfinde die ehrenamtliche Arbeit als störend: „Wir dürfen keine Schilder aufstellen, die Besucher darauf hinweisen, dass sie sich in einer Grünanlage aufhalten und entsprechend verhalten sollen. Außerdem verweigert uns der Bezirk Dokumente, um uns auszuweisen.“

Die Verwaltung habe der Gruppe angeboten, ihr neben dem 1.600 Quadratmeter großen Gelände auch die Verantwortung für Betrieb und Wartung zu übertragen – für Schneider ein Unding: „Das ist schließlich Eigentum des Bezirks.“ Von dem erhoffen sich die Engagierten eine vertraglich gesicherte Nutzungsvereinbarung und eine Begleitperson, um bei ihren Arbeiten unterstützt zu werden – bislang vergeblich. Ohne Sponsoren, so Schneider, wäre die Lage völlig hoffnungslos. Mit deren Hilfe wollen sie den Wasserspielplatz bis zum Wasserwerk-Jubiläum vorantreiben.

Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) verweist auf laufende Gespräche mit der Bürgerinitiative, um mit einem Verein eine Nutzungsvereinbarung für einen privat betriebenen Spielplatz abzuschließen. Dass der Bezirk dort selbst einen solchen unterhält, sei aus Kostengründen kein Thema. Die Spielflächenversorgung für Oberschöneweide würde durch eine Anlage „an dieser historischen Stelle nicht nachweislich verbessert“, beantwortete Hölmer eine kleine Anfrage der SPD.

Nils Michaelis / Bild: Anne Langert

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