Ein Stadtteil wird dreißig

Neu-Hohenschönhausen – Auftaktveranstaltung zum Jubiläum am Montag im „Studio im Hochhaus“

Am 9. Februar 1984 legte Erich Honecker den Grundstein zur Großraumsiedlung in der Barther Straße 3. Damals war das Gebiet in Neu-Hohenschönhausen, zwischen den nördlich gelegenen Dörfern Falkenberg, Malchow und Wartenberg und dem südlichen Alt-Hohenschönhausen, eine platte Gegend mit viel Platz für den sozialistischen Plattenbau. Rund 30.000 Wohnungen für 90.000 Menschen entstanden in den fünf Folgejahren entlang der Falkenberger Chaussee und ihren Seitenstraßen.

Feiern starten

Und dieses Jahr feiert der Stadtteil seinen 30. Geburtstag. Am Montag (10. Februar) gibt es dazu die erste Jubiläums-Veranstaltung. Zwischen 18 und 20 Uhr werden in der Galerie „studio im hochhaus“, in der Zingster Straße 25, Filme, Bilder und Berichte zur Geschichte und aktuellen Situation der eindrucksvollen Plattenbausiedlung gezeigt. Dr. Rolf Meyerhöfer, der im Jahr 1985 nach Hohenschönhausen zog ist einer der ersten Mieter im Stadtteil und hat in den vergangenen Jahren zahlreiche Dokumentationen über die Geschichte des jetzigen Bezirksteils von Lichtenberg veröffentlicht. Gemeinsam mit dem Lichtenberger Historiker Professor Jürgen Hofmann wird er an diesem Abend auch eigene Erlebnisse und Anekdoten in großer Gesprächsrunde zum Besten geben. „Unvergessen ist zum Beispiel der Besuch des frisch ins Amt eingeführten sowjetischen Staatsratsvorsitzenden Michail Gorbatschow. Stundenlang stand ich mit vielen anderen an der Falkenberger Chaussee. Umso größer war die Enttäuschung, als Gorbatschow wie ein Blitz in wenigen Sekunden mit dem Bus an uns vorbeirauschte“, erzählt Meyerhöfer.

Veranstaltungen folgen

Die nächste größere Veranstaltung wird Anfang April die Enthüllung einer Gedenktafel im Mühlengrund sein, die an dessen ländlichen Ursprung mit seinen Rieselfeldern erinnert. Im Verlauf des Sommers werden weitere Festakte und Themenveranstaltungen zum Jubiläum in den einzelnen Vierteln stattfinden. „Im Grunde genommen werden wir uns mit dem Jubiläumsthema mit Grundsteinlegung 1984 und Fertigstellung des Stadtviertels im Jahr 1989 die nächsten eineinhalb Jahre beschäftigen“, so Meyerhöfer im Gespräch mit dem Berliner Abendblatt.

Stefan Bartylla/ Bild: Alexander Freundorfer

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