Neue Regeln für Altkleider

PA_S4Neue Regeln für Altkleider

Sammlung:  Bezirk vergibt 20 Aufstell-Lizenzen und verbietet illegale Behälter

Wer in Pankow Altkleider sammeln will, der kann sich ab sofort an das Bezirksamt wenden. 20 Stellplätze für Sammelcontainer haben die Mitarbeiter im ganzen Bezirk ausfindig gemacht, die nun in einem Ausschreibungsverfahren angeboten werden. Der Rest der vielen Container im Bezirk steht entweder auf Privatgelände oder ist illegal aufgestellt. Für letztere hat Ordnungsstadtrat Torsten Kühne (CDU) nun auch eine Lösung gefunden.

13 Ortsteile

Das Geschäft mit der ausgemusterten Garderobe boomt. 466 illegale Container – so viele Sammelstellen haben Kühne und seine Mitarbeiter bei einer Zählung vor einem Jahr ermittelt. Dem will der Bezirk nun einen Riegel vorschieben, indem er klare Regeln aufstellt. Unter den 20 genehmigten Stellplätzen sind alle 13 Pankower Ortsteile berücksichtigt. Und sie sollten verkehrsgünstig gelegen sein. In Pankow werden behälter in der Neumannstraße, Ecke Hallandstraße, Arnold-Zweig-Straße, am Schwimmbad in der Wolfshagener Straße aufgestellt. Blankenburg bekommt Am Feuchten Winkel einen Container, Rosenthal auf der Kastanienallee und Französisch Buchholz auf der Hauptstraße. In Niederschönhausen und Buch wird es je zwei Container geben.

Katz und Maus

Nur wird auch die offizielle Genehmigung von 20 Stellplätzen das Heer illegaler Container kaum verringern. Daher wurden im Ordnungsamt seit einem Jahr die Gesetzbücher gewälzt. Wird künftig ein illegaler Container gefunden, hat der Aufsteller diesen innerhlab einer Frist zu entfernen. Geschieht das nicht, wird der Container abtransportiert. „Wir sind derzeit in Gesprächen mit Transportfirmen, die das übernehmen und haben die nötigen Lagerflächen gefunden“, sagt Torsten Kühne. Allerdings dauert es, bis das Amt wirksam werden kann und die Aufsteller brauchen ihre Container nur um einige Meter zu verschieben, und das Verfahren beginnt von vorn. „Das wird ein Katz und Maus-Spiel“, so der Stadtrat. Für das Ordnungsamt eine nervige Angelegenheit, denn rund um die Container werde oft Müll abgeladen und gingen entsprechende Beschwerden ein.
Das Deutsche Rote Kreuz ist mit 600 Container im gesamten Stadtgebiet der größte Aufsteller. „Das machen wir inzwischen vorwiegend auf Privatgrundstücken, sind also von den neuen Regeln kaum betroffen“, sagt DRK-Sprecher Rüdiger Kurz. Überhaupt seien die Bezirksämter in Berlin erst seit Beginn vergangenen Jahres verantwortlich. Damals gab es eine Novelle des Kreislaufwirtschaftgesetzes, die eine Erfassung aller Sammelstellen und Aufsteller fordert. Und entsprechendes Handeln in den Ämtern. „Der Wildwuchs an Containern hat die Kommunen vorher nicht interessiert“, sagt Rüdiger Kurz. Im Frühjahr will Kühne mit dem Vergabeverfahren für die 20 Stellplätze durch sein. Im günstigsten Fall soll alle 20 an einen Aufsteller gehen. Interessenten gebe es bereits, so der Stadtrat.

Alexander Wolff (Text und Bild)

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