Hoch hinaus mit dem Profi

Reiten: Bundestrainer besuchte Amazonen in Zehlendorf und gab exklusive Tipps im Springreiten

Über hohen Besuch durfte sich eine Auswahl von Reiterinnen des Kinder- und Jugend-, Reit- und Fahrvereins Zehlendorf (KJRFV) Ende März freuen. Denn im Springen wurden sie von niemand Geringerem trainiert als von Lars Meyer zu Bexten, der bis 2013 Bundestrainer der Junioren und Jungen Reiter war. Der Lehrgang mit Meyer zu Bexten war der Preis eines Talentförderungs-Wettbewerbs der Zeitschrift „ReiterRevue“. Damit wurde der Verein für sein vielfältiges Lehrkonzept ausgezeichnet. „Die Fortbildung unserer jungen Reiter ist uns sehr wichtig. Hier helfen Fortgeschrittene den Nachwuchssportlern“, erklärt Glinda Spreen, Vorsitzende des Reitvereins. Schnupperstunden und Schul-AGs würden ihr Übriges tun, um junge Menschen an den Pferdesport heranzuführen.

Individuelles Training

ST_S3_Pola

Theresia Eckert auf Pflegepferd Tiziano

So friedlich es auf dem Gelände am Königsweg eigentlich zugeht, so sehr rauchten die Köpfe an diesem sonnigen Tag. In Gruppen à vier Personen ließen sich die Reiter von dem ehemaligen Bundestrainer bei einer Trainingsstunde durch den Parcours führen. „Mehr Galopp, nach vorne schauen, etwas kürzer die Zügel“, hallte es über den Platz. Theresia Eckert, die auf ihrem Pflegepferd Tiziano an dem Lehrgang teilnehmen durfte, zeigte sich begeistert. „Lars Meyer zu Bexten hat sich auf jeden von uns ganz individuell eingelassen. Er hat uns gute Tipps gegeben, mit denen wir nun weiterarbeiten können“, schwärmte die 15-Jährige, die dem KJRFV bereits seit 13 Jahren treu ist. Mindestens viermal in der Woche kommt sie vorbei, um ihren Tiziano zu pflegen und mit ihm zu trainieren. Auf dem Springplatz meisterte Theresia ihre Aufgaben am Samstag gut. „Es gab sogar Lob vom Bundestrainer“, sagte sie stolz.

Grundlagen schaffen

Für diesen war der Besuch beim Zehlendorfer Reitverein nach Nürnberg, Essen, Ulm und Goch bereits die fünfte Station im Rahmen des Wettbewerbs der ReiterRevue. „Bei einigen Reiterinnen ist tatsächlich Potenzial vorhanden“, sagt der Profi. Deren weitere Entwicklung hänge nun vom persönlichen Engagement ab. Meyer zu Bexten, der eigentlich 150 Euro für eine Gruppenreitstunde nimmt, habe sich gerne bereit erklärt, den Gewinner-Vereinen eine Lehrgang zu spendieren. „Es ist mir ein ernsthaftes Anliegen, die Jugendarbeit in Vereinen zu unterstützen“, sagt er. Denn heutzutage gebe es nur noch wenige Ausbilder, die sich mit der Grundlagenarbeit bei jungen Reitern beschäftigen.

Wer ein guter Reiter werden will, müsse zwei Grundvoraussetzungen auf jeden Fall mitbringen. „Da ist zum einen Rhythmusgefühl“, sagt Meyer zu Bexten. Wer sich nicht mal am Boden im Takt bewegen könne, brauche noch gar nicht auf ein Pferd zu steigen. Das zweite Merkmal sei ein Gefühl für die Bewegungen des Pferdes. „Reiter müssen mit ihren Tieren eins werden. Wer ständig gegen die Bewegung des Pferdes arbeitet, wird keinen Spaß am Reiten haben.“ Für sein Vereinskonzept sprach der Bundestrainer dem KJRFV ein Kompliment aus. „Ich habe sofort gesehen, dass die Reiter eine gute Basis haben. Das ist den Trainern hier in Zehlendorf zu verdanken.“

Sara Klinke / Bilder: Bilder: Janine Wilke

 

WEITERSAGEN

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden. Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Schließen