Freie Fahrt für Karlshorst

Verkehr: Der Regionalbahnhof im Ortsteil wird mindestens bis 2020 geöffnet bleiben

Als der CDU-Politiker Fabian Peter Bevor Fabian Peter (CDU) im Wahlkampf 2011 den Erhalt des Regionalbahnhofes Karlshorst zu seinem Thema machte, hatten weder Bürger noch seine Kollegen aus der Politik dies für möglich gehalten. Karlshorst war in einem Masterplan von 1992 nicht mehr als Bahnhof aufgeführt gewesen und mit der Fertigstellung des Ostkreuzes sollten die Bahnen demnach nicht mehr an der Station über der Treskowallee halten. Jetzt hat sich die Situation gedreht: Karlshorst bleibt so lange geöffnet, bis der Bahnhof Köpenick fertig gebaut ist. Auf jeden Fall bis 2020.

„Der Halt eines Zuges wird von den Kommunen bei der Bahn bestellt. In Berlin macht das die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt“, erklärt Peter und ergänzt, „immer wenn ein Zug in Berlin hält, muss der Senat an die Bahn zahlen.“ In Karlshorst halten der Regionalexpress 7 und die Regionalbahn 14, die dann in südlicher Richtung nach Schönefeld geführt werden. Alle Züge der Regional-Express-Linien 1 und 2 fahren an Karlshorst vorbei und biegen in Richtung Erkner ab. Auf dem Weg dorthin sollen diese Züge irgendwann einmal auch in Köpenick Halt machen, wenn der dortige Bahnhof einmal fertig gestellt sein wird. Die jetzige Beschlusslage des Senats sieht vor, dass mit Öffnung des Köpenicker Bahnhofes dann auch der Karlshorster Halt geschlossen werden muss. „Obwohl, die RE1 und RB 14 auch dann nicht in Köpenick halten werden, da sie ja in eine andere Richtung abbiegen“, sagt Peter. Eine Logik, die auch er nicht ganz versteht.

Vieles möglich

„Selbst wenn man jetzt sofort mit den Planungen für den Bahnhof Köpenick beginnen würde, wäre vor 2020 nichts fertig.“, so Peter. Nächstes Ziel sei es nun, den Bahnhof endgültig geöffnet zu halten. „Als wir im Februar 2011 mit unseren Unterschriftenlisten in Karlshorst standen und uns vor lauter Kälte der Tee in den Bechern gefror, hatte ja auch niemand geglaubt, dass die Züge 2014 noch immer hier halten werden. Der Bahnhof hat nicht dichtgemacht und unsere Aktionen haben gezeigt, dass auch in Zukunft vieles möglich sein wird“, so der Bezirkspolitiker. Die Bürger hätten an den Ständen damals Schlange gestanden und bereits zum Sommer 2011 waren 5.000 Unterschriften zusammen gekommen. „Und das bei knapp 22.000 Einwohnern im Ortsteil“, argumentiert Peter. Allein Rentner Jürgen Meinel hätte damals in unnachahmlichem Stil 2.000 Unterschriften zusammenbekommen. „Jetzt geht es mit parlamentarischen Mitteln darum, den endgültigen Erhalt hier fest zu klopfen“, so Peter, der weiß, dass davon auch die Durchführung anstehender Sanierungs- und Umbauarbeiten abhängen.

Genügend Gründe für den endgültigen Erhalt kann er reichlich nennen: „Bei dem Bevölkerungswachstum im Bezirk, den Nahverkehrszielen mit dem Tierpark und der Hochschule, sowie der Bedeutung des Ortes als ein Verkehrsdrehkreuz mit S-Bahnen, mehreren Straßenbahnen und Bussen, sollte es dem Senat nicht schwerfallen, auch in noch fernerer Zukunft hier die Regionalzüge halten zu lassen.“ Und das wäre schließlich auch der Startschuss für umfangreiche und dringend notwendige Um- und Neubauten am Karlshorster Bahnhof. Aber für solche Investitionen muss erst der endgültige Erhalt des Bahnhofes garantiert sein. „Das werden wir wohl in dieser Legislaturperiode bis zum Jahr 2016 nicht schaffen“, mutmaßt Fabian Peter.

Stefan Bartylla (Text und Bild) 

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