Ein stabiles Gerüst für die Zukunft

Ausbildung: Der Lehrbauhof Berlin bereitet junge Menschen auf Bauberufe vor

Sei schlau, geh zum Bau: Diese Idee steckt hinter dem Lehrbauhof Berlin in Marienfelde. Hier werden junge Menschen zu Maurern, Zimmerleuten und Isolierern ausgebildet. Eingerichtet wurde das überbetriebliche Ausbildungszentrum in der Beißstraße 12 von der Fachgemeinschaft Bau Berlin Brandenburg. Die Lehrlinge bekommen praktische Fähigkeiten und Fertigkeiten in insgesamt 14 Bauberufen vermittelt, die sie im eigenen Ausbildungsbetrieb nicht erlernen können. Rund 600 Azubis jedes Jahr macht der Lehrbauhof so in zwölf Werkhallen fit für ihren Berufsalltag. „Hier lernen sie mit den entsprechenden Geräten und Werkzeugen umzugehen und es werden Arbeitssituationen nachgestellt, die auf Baustellen tatsächlich vorkommen können“, erklärt Geschäftsführer Andreas Koch-Martin.

Einblick in Bauberufe

Wer noch nicht in einer Ausbildung drinsteckt und sich zu verschiedenen Berufen schlau machen möchte, der kann sich in der Einrichtung auch erst einmal beraten lassen. Der Bauhof versteht sich also auch als Dienstleistungszentrum, das Antwort auf Fragen rund um die Bauberufe gibt. Und hier finden auch Jugendliche eine Chance, die in der Schule weniger erfolgreich sind. Der Lehrbauhof bietet nämlich spezielle Kurse an, die junge Menschen auf eine Lehre vorbereiten und so bei schlechten Noten die Chancen auf einen Ausbildungsplatz erhöhen. Dabei gibt es auch sozialpädagogische Betreuung, denn manche der Teilnehmer müssten überhaupt erst lernen, jeden morgen pünktlich auf der Matte zu stehen.

Viel Hightech

Um noch mehr Jugendliche für den Bauberuf zu begeistern, öffnete der Lehrbauhof kürzlich seine Werkstätten für Schulklassen. An diesem Tag konnten interessierte Schüler in die verschiedenen Bauberufe reinschnuppern. Es waren sogar Vertreter verschiedener Betriebe anwesend. Und wer von einem Ausbildungsbetrieb überzeugt war, der konnte seine Bewerbungsunterlagen gleich abgeben. Rund 400 Schüler waren bei diesem Tag der offenen Tür zu Gast. Über das große Interesse der jungen Besucher freut sich vor allem auch Andreas Koch-Martin. „Es gibt noch viele Vorbehalte gegenüber dem Bauhandwerk“, bedauert der Geschäftsführer. Dabei seien diese Berufe längst mehr, als nur ein bloßes Gewühle in der Erde, auch im Baugewerbe komme mittlerweile viel Hightech zum Einsatz. Koch-Martin: „Es ist wichtig, dass junge Menschen sich ihr eigenes Bild von diesen Berufen machen. Deswegen wollen wir den Tag der offenen Tür in Zukunft auch häufiger organisieren.“ Und schließlich hätte das Bauhandwerk gerade in der Hauptstadt Zukunft. In einer immer schneller wachsenden Stadt würden gerade hier immer mehr Spezialisten gebraucht.

Nabila Lalee / Bild: Lehrbauhof Berlin

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