So teuer baden die Neuköllner

Millionen-Sanierung: Kombibad Gropiusstadt sucht neuen Betreiber

Pünktlich zur Eröffnung der Badesaison Anfang Juni ziehen die Berliner Bäderbetriebe noch ein Bonbon aus der Überraschungskiste: Neben der Schwimmhalle Finckensteinallee und dem Bad Spandau-Süd soll auch im Kombibad Gropiusstadt wieder geplanscht werden: „Nach langer Bauzeit haben wir mit viel Überredungskunst und Druck dafür gesorgt, dass die Bäder in Betrieb gehen können“, sagt der Vorstandsvorsitzende, Ole Bested Hensing. Das sanierte Kombibad Gropiusstadt verfügt über eine moderne Wasseraufbereitungsanlage und einen getrennten Wasserkreislauf: „Mit der Absorberanlage können die Außen- und Innenbecken je nach Bedarf und Wetterlage separat beheizt werden“, erklärt Jörg Hurlin, Projektleiter der Bäderbetriebe. Das Sonnenlicht erwärmt das Badewasser in den auf dem Hallendach montierten schwarzen Rohren. Von dort aus wird es zurück in die Becken geleitet. Zusätzlich sind die Freiluftbecken mit Edelstahl ausgekleidet, um die Wärme besser speichern zu können. Taktile Leitstreifen entlang des Schwimmbereichs weisen den Weg, bequemere Treppen und Geländer erleichtern den Einstieg in das kühle Nass. Badespaß für Kinder und Jugendliche bringen die neue Rutsche in knalligem Gelb und ein Planschbecken mit Wasserfontänen. Die Liegewiese gleicht derzeit noch einem Bauplatz. Bis zur Wiedereröffnung sollen die kahlen Stellen auf den Rasenflächen verschwinden.

Noch werkeln Maurer, Fliesenleger und Installateure fleißig, damit es den Besuchern in der Wintersaison an nichts fehlt. Böden und Wände sind neu gefliest. Einzig der Boden des 50-Meter-Beckens blieb erhalten. Die Umkleidekabinen, der Sanitärbereich und das Nichtschwimmerbecken wurden aufwendig renoviert, sämtliche Fenster der Glasfassade ausgetauscht und das Haus energetisch gedämmt. Die Wiedereröffnung ist im Spätherbst angedacht. Insgesamt belaufen sich die Modernisierungskosten des Bades auf 12.23 Millionen Euro. Finanziert wurde das Ganze mit Mitteln des Bund-Länder-Programms Investitionspaket, Geldern aus dem Bäder-Sanierungsprogramm des Senats und weiteren Zuschüssen des Abgeordnetenhauses.

Josephine Klingner / Bild:Josephine Klingner

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