Neue Konstellationen

Memory-Turnier: Was ein Spiel für Kinder bedeuten kann

Mit einem lauten „3-2-1-deckt auf!“ startete der Finaltag des großen Memory-Turniers an der Leo-Lionni-Grundschule in der Müllerstraße 158. Bereits zum zweiten Mal veranstaltete der Berliner Kinderschutzbund den beliebten Wettbewerb, bei dem sich dieses Jahr der neunjährige Aiman den ersten Platz sicherte.

Klare Regeln

Organisiert wurde das Turnier von Sascha Schmidt, einem Erzieher des Deutschen Kinderschutzbundes. Bereits letztes Jahr trat die Geschäftsleitung mit der Idee eines Wettbewerbs an ihn heran, da Sascha als ehemaliger Memory-Meister weiß, worauf es bei dem Spiel ankommt. „Memory hat klare Regeln, die befolgt werden müssen“, sagt Sascha Schmidt, „und es war toll zu sehen, wie konzentriert alle Kinder von Anfang an dabei waren.“ Gestartet wurde das Memory-Turnier mit knapp 100 Kindern, von denen schließlich vier übrig blieben. Der Wettbewerb erstreckte sich über die gesamte erste Maiwoche. Gespielt wurde im k.-o.-System. Jeweils zwei Kinder spielten gegeneinander, und der oder die Gewinner/in kamen dann eine Runde weiter. Am Finaltag des 12. Mai blieben schließlich zwei Jungen und zwei Mädchen übrig. Die Zusammenarbeit des Deutschen Kinderschutzbundes und der Grundschule in Wedding entstand aus dem Wunsch heraus, das Gemeinschaftsgefühl untereinander mehr zu stärken. „Beim Memory sind Herkunft oder Alter egal. Es wird nicht gesprochen, sondern gespielt“, sagt der ehemaliger Memory-Meister. Und tatsächlich entstehen durch die Memory-Runden neue Konstellationen. So muss auch mal ein Erstklässler den Mut aufbringen und gegen einen Viertklässler antreten. „Ich bin nicht traurig, dass ich verloren habe“, sagt ein arabisches Mädchen, das im Viertelfinale ausgeschieden war.„Ich drücke meiner Freundin Thuy-Linh die Daumen. Sie ist nämlich im Finale!“

Stolze Sieger

„Wir freuen uns immer, wenn wir positive Aufmerksamkeit für Kinder schaffen und ihnen eine Plattform bieten können“, ergänzt Alex Jakob vom Deutschen Kinderschutzbund. Am Ende holte der stolze Sieger Aiman den riesigen Pokal für seine Gruppe „Poltergeister“ ab. Durch großzügige Spenden ging aber trotzdem kein Teilnehmer des Memory-Turniers leer aus. Ein Ehepaar spendete die vier Siegerpokale, die Firma Ravensburger eine große Kiste voll Memory- und Puzzlespiele. Außerdem nahm jedes Kind eine Urkunde mit nach Hause. Und so sprach Sieger Aiman wohl allen Teilnehmern aus dem Herzen, als er sagte: „Ich bin stolz, Erster zu sein! Aber mir ist egal, ob ich wieder gewinne oder nicht. Ich freue mich schon auf das Turnier nächstes Jahr!“

Lina Olabi / Bild:KSB

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