David Bowie in Berlin

Ausstellung: Sensation im Martin-Gropius-Bau

Bis zum 10. August 2014 ist die internationale Ausstellung David Bowie im Martin-Gropius-Bau der Berliner Festspiele in Berlin zu sehen. Damit kommt die spektakuläre Show des Victoria and Albert Museum, London (V&A), eine der erfolgreichsten Ausstellungen in der traditionsreichen Geschichte des Londoner Museums, an die Spree. Die multimedial inszenierte Retrospektive über David Bowie bietet ein umfassendes audiovisuelles Ausstellungserlebnis auf höchstem technischen Niveau. Den Kuratoren, Victoria Broackes und Geoffrey Marsh, wurde erstmals Zugang zum bisher verschlossenen David-Bowie-Archiv gewährt. Sie wählten rund 300 Objekte aus, die nun in Berlin zu sehen sind: handschriftliche Texte, Originalkostüme, Fotografien, Filme und Musikvideos, Set-Designs sowie Bowies eigene Instrumente, Album-Cover und persönliche Sammlungsstücke. Die Exponate belegen die visionäre Kraft eines der einflussreichsten Künstler der jüngeren Musikgeschichte. Sie zeigen, wie Bowie spielerisch Grenzen zwischen Traum, Realität, Genre und Gender überwindet. Die Berliner Etappe zählt aufgrund der engen Verbundenheit Bowies mit der Stadt zu den Höhepunkten der Schau. Die Berliner Jahre 1976 bis 78 gehören zu Bowies musikalisch produktivsten: hier schrieb er Musikgeschichte. Das sogenannte Berliner Triptychon – mit den Alben Low (1977), Lodger (1979) und dem Hauptwerk Heroes (1977) – ist von der Hauptstadt inspiriert und teilweise in den Hansa Studios unweit des Potsdamer Platzes entstanden. Bowie und Weggefährten wie Iggy Pop erprobten hier radikal avantgardistische Persönlichkeitsentwürfe, die die Grenzen zwischen Mode, Musik und Aktionskunst aufhoben. Leben und Kunst verschmolzen zu etwas Neuartigem.

Information:

Während der Bowie-Schau ist das Haus in der Niederkirchnerstraße 7 täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet.
(030) 48 49 31 51
www.davidbowie-berlin.de

(mw) / Bild: Brian Duffy – Aladdin Sane

WEITERSAGEN