Fast wie in Brasilien

Fußball-Fieber: Die Alte Försterei wurde zum WM-Wohnzimmer umfunktioniert.

Wer sich in diesem Jahr nicht nach Brasilien aufgemacht hat, um im Stadion die Fußball-Weltmeisterschaft zu verfolgen, muss deshalb nicht auf das intensive Gemeinschaftserlebnis verfolgen. Im Stadion an der Alten Försterei lockt eine ungewöhnliche Form des Public Viewing: Die Heimstätte des FC Union Berlin wurde zum WM-Wohnzimmer umfunktioniert.

Sitzplatz garantiert

Kurz vor dem Eröffnungsspiel hatten WM-Fans, die zuvor einen „Wohnberechtigungsschein“ erhalten hatten, 750 Sofas auf das Spielfeld getragen. Rund 12.000 Sitznachbarn, die nach Angaben des Veranstalters zudem auf den Tribünen und Rängen kostenlos Platz finden, können sich überdies an der eigens angebrachten rustikalen Wohnzimmertapete erfreuen, vor der ein 700 Zoll großer Fernseher platziert wurde. Der Sofa-Probelauf soll unter den Teilnehmern für große Euphorie gesorgt haben. Eine Anhängerin transportierte ihre Sitzgelegenheit gar mit einem Floß auf der Spree. Für den 1. FC Union Berlin ist diese Public Viewing-Idee im eigenen Zuhause das absolute Sommerhighlight. „Das schönste Fußballstadion Berlins wird zum größten Wohnzimmer der Welt. Wir teilen unser Wohnzimmer mit Freunden und laden alle Berlinerinnen, Berliner und Gäste zu uns ein“, so ein Union-Sprecher.

Die Veranstalter versprechen während der Turnierwochen bis zum 13. Juli ein „einmaliges Fan-Erlebnis für jeden, der die Fußball-WM ganz neu erleben möchte“. Das WM-Wohnzimmer habe gegenüber anderen Public-Viewing-Standorten vor allem einen Vorteil: Nur in der Alten Försterei könnten Fußballfans davon ausgehen, einen sicheren Sitzplatz zu haben. Früher kommen, um sich – wie es vor allem in der Innenstadt üblich ist – einen Platz zu ergattern, könne man sich sparen.

Sofas geklaut

An Pfingsten hat es indes einen Zwischenfall gegeben, der das Veranstaltungskonzept durcheinander gebracht hat. Rund 40 Maskierte drangen am Sonntagmorgen in das Stadion ein und stahlen drei WM-Sofas. Anschließend warfen die Täter die Couches und einen Tisch in die angrenzende Wuhle, so die Polizei. Ob es sich bei den Tätern um Union-Fans handelt, die dem WM-Spektakel in der Alten Försterei kritisch gegenüberstehen, war zunächst unklar. Im Mellowpark nahm die Polizei von einem der Randalierer die Personalien auf. Anschließend konnte der 28-Jährige seinen Weg fortsetzen. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Nils Michaelis / Bild: marcsfirma

 

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