Von Mädchen für Mädchen

Wettbewerb: Pankower Schülerinnen gewinnen die „Goldene Göre“ des Deutschen Kinderhilfswerks

„Ich bin mir jetzt nicht mehr sicher, ob das die Realität ist oder ob ich träume“, erklärt Marthe Meinhold. Mit fünf anderen Berliner Schülerinnen des Schliemann- und des John-Lennon-Gymnasiums in Prenzlauer Berg ist sie die stolze Gewinnerin der „Goldenen Göre“, dem höchst dotierten Preis für Kinder in Deutschland. Kooperationspartner war die Freie Waldschule Pankow, wo die Mädchen Räume für die Realisierung des Kalenders nutzen durften. Kürzlich konnten sie den ersten Preis für ihr Projekt „Mädchenjahreskalender“ im Europa-Park Rust entgegennehmen.

Mit Politik beschäftigen

Die Pankower Gören konnten auch den Europapark in Rust erleben.

Neben der Preisverleihung (r.) konnten die Pankower
Gören noch den Europapark in Rust erleben

„Ich finde die Mädchen unglaublich mit ihrer Idee“, lobte die Ex-Boxweltmeisterin Regina Halmich die Gewinnerinnen und überreichte den stolzen Schülerinnen den goldenen Pokal. „Eure Idee besticht nicht nur durch die wahnsinnig tollen Layouts, sondern auch durch den Inhalt. Es ist ihnen gelungen, einen witzigen, intelligenten, tollen Kalender von Mädchen für Mädchen zu gestalten – mit viel Herzblut und Energie, das spürt man einfach“. Die Gewinnerinnen produzierten in den vergangenen Monaten eigenständig einen feministisch-politischen Taschenkalender in aufwändigem Layout für Mädchen. Der Kalender enthält neben Essays zu Feminismus, Freundschaft oder Rassismus auch Portraits inspirierender Feministinnen sowie einen Berlin-Guide für Mädchen. Ziel des Kalenders ist es, gleichaltrige Mädchen auf Augenhöhe dazu zu motivieren, sich mit Politik zu beschäftigen. Die 600 Exemplare des Kalenders waren innerhalb von einer Woche ausverkauft. Immerhin 5.000 Euro Preisgeld konnten die Gewinnerinnen für den Kalender mit nach Hause nehmen. Was sie mit dem Geld machen ist schon klar: „Wir freuen uns verkünden zu können, dass wir aktuell mit der Planung eines neuen Mädchenjahreskalenders für 2015 beginnen“, verkündeten vor wenigen Tagen die Macherinnen auf ihrem tumblr-Account. „An Ideen mangelt uns es nicht, trotzdem sind wir sehr gespannt auf Eure Meinung zum letzten Kalender und auf die Ideen für den neuen. Deshalb bitten wir Euch, an unserer Online-Umfrage teilzunehmen“, heißt es dort weiter.

Große Ausdauer

„Es hat wirklich lange gedauert, bis die Jury aus den sechs Finalisten schließlich einen Sieger gewählt hatte“, sagte Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerkes. „Jedes Projekt ist ganz besonders und engagiert sich vorbildlich und mit großer Ausdauer für sein Ziel. Mit der Ehrung möchte das Deutsche Kinderhilfswerk die großartigen Leistungen und Fähigkeiten der Kinder und Jugendlichen würdigen und ihnen die Öffentlichkeit geben, die sie für ihr Engagement verdienen.“ Die Goldene Göre ist ein Preis für Beteiligung von Kindern und Jugendlichen. Mit dem Preis möchte das Deutsche Kinderhilfswerk das Engagement von Kindern und Jugendlichen hinsichtlich der Gestaltung ihrer Lebenswelt honorieren und unterstützen. In diesem Jahr waren Projekte aus Bad Bentheim, Berlin, Karlsruhe, Kropp, Neuwied und Overath nominiert. Für die Gewinner des 2. Platzes gab es 3.000 Euro, der 3. Platz war mit 1.000 Euro dotiert. Zusätzlich gab es einen Leserpreis in Höhe von 1.000 Euro. Die Goldene Göre wurde zum zehnten Mal verliehen. Den 2. Platz belegte das Projekt „Stadtrallye mal anders – Kinder mit Behinderung diskutieren mit dem Bürgermeister über die Stadt“ des Kinderbüros Karlsruhe. Das „Schulhofprojekt“ der Geestlandschule Kropp errang Platz 3.

Tanja von Unger / Bilder: Deutsches Kinderhilfswerk eV

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