Prima Klima in Spandau

Auszeichnung: Zwei Spandauer Schulen überzeugten die Jury mit ihren Filmen für eine bessere Umwelt

Gleich zwei Spandauer Schulen wurden jetzt beim Wettbewerb „Berliner Klima Schulen“ ausgezeichnet: Den dritten Platz und ein Preisgeld von 2.000 Euro holte sich die Schülerfirma „Snack-Düne“ der Schule an der Haveldüne mit dem Film „The point of no return“. Damit überzeugte sie die Jury, dass keine Zeit mehr zu verlieren ist, um etwas gegen den Klimawandel zu tun. Den vierten Platz belegte das Wilhelmstadt-Gymnasium (ehemals Tüdesb-Gymnasium) und kassierte für den Film „Umwelt schonen, hier und jetzt!“ 500 Euro Preisgeld. Bei der Online-Abstimmung über die beste Projektidee lag diese Schule sogar landesweit ganz vorn und gewann als Sonderpreis eine Klassenfahrt.

Tätig werden

„Die Schüler haben sich vorgestellt, dass im Jahr 2050 das Klima kippt. Zu Anfang des Films stellen sie die Situation als unaufhaltsam dar, aber das Szenario ändert sich und die Schüler erkennen, dass sie selbst sehr wohl etwas unternehmen können,“ sagt Nicole Gedan, Lehrerin der Schule an der Haveldüne. „Wir haben zum Beispiel den Wasserdurchlauf in den Toiletten gemessen und gemerkt, wie sinnvoll Durchlaufstopps sind. Heizen und Wärmedämmung waren ein großes Thema und der Energieverbrauch von Lampen. Und es wird jetzt bewusst Müll getrennt.“ Von den 2.000 Euro Preisgeld wird gleich ein neues Projekt finanziert: Es sollen Nachhaltigkeitslotsen ausgebildet werden, die unter anderem dafür sorgen, dass keine Energie mehr verschwendet wird und Müll in die richtige Tonne kommt. Außerdem soll eine Schulküche energetisch aufgewertet werden.

Was ist der Treibhauseffekt? Die Schüler des Wilhelmstadt-Gymnasiums haben mehrere Gruppen zusammengestellt, die das Thema Treibhauseffekt aus verschiedenen Perspektiven mit der Kamera einfingen. „Ein Team stellte einen Trickfilm zu der Frage ,Was ist der Treibhauseffekt?‘ her, eine andere kreierte ein Wissensspiel, eine Gruppe machte eine Umfrage zum Thema Umweltbewusstsein der Bürger und ein viertes Team beschäftigte sich mit dem Zusammenhang zwischen Nahrungsmitteln und Treibhauseffekt. Dazu sind sie in die Läden gegangen und haben sich angeschaut, woher die einzelnen Nahrungsmittel kommen“, berichtet die Lehrerin Kirsten Burmester. Die Ergebnisse wurden im Anschluss zu einem Film zusammengeschnitten.

Tolles Signal

Der Spandauer SPD-Abgeordnete und Umweltexperte Daniel Buchholz ist stolz auf die Schüler. „Spandau ist erneut ganz vorn dabei mit seinen Klima Schulen. Gleich zwei von zehn Preisträgern zu stellen, ist ein tolles Signal aus dem Bezirk“, sagte er bei der Preisverleihung. Seit 2009 haben über 13.000 Schüler am Wettbewerb „Berliner Klima Schulen“ teilgenommen. Durch die Auszeichnungen werden die jeweiligen Schulen bei der Vergabe von Mitteln aus dem Schulsanierungsprogramm besonders berücksichtigt. Seit Beginn wurden dadurch mit den Bezirken etwa 1,49 Millionen Euro für 66 bauliche Maßnahmen bereitgestellt.

Anke Walter / Bild: Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Wissenschaft 

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