Ausgelastet, unsaniert

Jahn-Sportpark: Geld für Sanierung gibt es frühestens 2016.

„Der Sanierungsbedarf des großen Stadions umfasst sowohl das Tribünengebäude als auch die Zuschauerbereiche und die technische Infrastruktur der Gesamtanlage“, schreibt die Senatsverwaltung für Inneres und Sport. Der Piraten-Abgeordnete Heiko Herberg hatte angefragt, wie es denn jetzt, nach Monaten der Vorbereitung, um die Sanierung des maroden Sportanlagen stehe. Der Senat äußert sich vage, schreibt, dass derzeit die einzelnen Maßnahmen noch in ein neues Nutzungs- und Entwicklungskonzept einfließen.

Kosten unklar

Bei den Finanzen wird es etwas konkreter. Auch wenn sich die Behörde zu den Kosten nicht äußern möchte, denn die werden erst nach einer Machbarkeitsstudie errechnet, ist nun jedenfalls klar: Geld gibt es frühestens 2016. Bis auf einige Aspekte habe man aber bereits ein Nutzungskonzept mit dem Bezirkssportbund Pankow erstellt. Im Abgeordnetenhaus soll es demnächst zur Debatte stehen. Bislang wird lediglich das Allernötigste gemacht, um niemanden zu Schaden kommen zu lassen. Die Flutlichtmasten wurden repariert, ein Legionellenfilter eingebaut, das Tribünendach geflickt, Treppen instandgesetzt und Rettungs- und Feuerwehrwege erweitert. Fast eine Million Euro investierte der Senat im vergangenen Jahr und 2012 nur in die Sicherung von Sportpark und Stadion. 2014 geht es weiter.

Kein Finale

Alle Vereine und Beteiligten in die zukünftige Nutzung einzubeziehen, ist ohnehin eine Mammutaufgabe. Fast 1.400 Sportveranstaltungen fanden allein im vergangenen Jahr statt. Tendenz steigend. Der BFC Dynamo etwa zieht nun für sämtliche Heimspiele, nicht nur im Winter, in das Jahnstadion. Auch der TSG Neustrelitz, Aufsteiger in die 3. Liga, will in das Stadion umziehen. 169 wöchentliche Trainingszeiten kommen im Sportpark zusammen. Selbst Feuerwehr und Polizei verrichten hier ihren Dienstsport. Kleines Stadion und die Basketball-Körbe an der Toppstraße sind zudem für alle offen, bis zu 1.000 Läufer am Tag zählte der Senat hier. Zumindest das Champions-League-Finale der Frauen wird nicht im Jahnstadion stattfinden. Nach einer Besichtigung hat die UEFA das Olympia-Stadion vorgezogen.

awo

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