Neue Visionen für Weddings Zukunft

Stadtentwicklungskonzept: Wie sich Berlin bis 2030 entwickelt haben soll

2030 hat Wedding auf das aufgebaut, was 2014 bestand, und ist ein etablierter Ort, der urbanes Wohnen, Dienstleistung, Wissenschaft und Kultur vereint. Der Wedding ist ein lebendiger, internationaler und gefragter Stadtteil mit attraktiven Bildungseinrichtungen für alle Bevölkerungsgruppen. Impulse sind die Müllerstraße, das BayerScheringAreal und das Bahnhofsumfeld Gesundbrunnen. So liest es sich im Stadtentwicklungskonzept bis zum Jahr 2030, das jetzt im Stadtforum diskutiert wurde und in dem Wedding als einer von elf sogenannten Transformationsräumen genannt wird. Initiiert von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, werden in einem entsprechenden Dossier viele wünschenswerte Visionen formuliert. Das Konzept soll zeigen, wie sich die deutsche Hauptstadt ihrer Zukunft zu stellen gedenkt. Das vor dem Hintergrund, dass bis zum Jahr 2030 höchstwahrscheinlich bis zu 250.000 Menschen zusätzlich nach Berlin ziehen werden, hier arbeiten und leben möchten. „Darauf“, so Stadtentwicklungssenator Michael Müller, „müssen wir vorbereitet sein.“ Das soll mit acht Strategien gelingen, die sich unter anderem mit dem wirtschaftlichen Wachstum und der damit einhergehenden noch engeren Verzahnung von Wirtschaft und Wissenschaft beschäftigen. Weitere strategische Weichenstellungen zielen auf die Stärkung des kreativen Potenzials dieser Stadt und ihrer Menschen ab, beschäftigen sich mit Bildung und Qualifizierung, dem gesunden Wachstum des städtischen Raums bei gleichzeitigem Erhalt eines guten Angebotes von Grün- und Freiräumen. Ein große Rolle wird der Wandel hin zu einer klimagerechten Metropole spielen. Außerdem soll Berlin im Jahr 2030 seine Stärke als Stadt der kurzen Wege weiter ausgebaut haben, um eine stadtverträgliche Mobilität für Menschen und Güter zu sichern. Festgestellt wird außerdem, dass mit dem weiteren Bevölkerungswachstum der Bedarf an Wohnraum, sozialer Infrastruktur, gesundheitlicher Versorgung oder Arbeitsplätzen wächst. Eine Herausforderung auch angesichts von mehr als 60 Milliarden Euro Schulden, mit denen sich die Stadt herum schlägt. Die finanzielle Situation, heißt es denn auch im Zukunftskonzept, müsse mit den steigenden Anforderungen in Einklag gebracht werden. Wir dürfen gespannt sein, ob und wie das gelingt.

Ulf Teichert / Bild: J. Klingner

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