Eine Plattform für Künstler

Eine Plattform für Künstler

Die als Haus am Kleistpark bekannte kommunale Galerie in der Grunewaldstraße ist eine Plattform für Künstler in der ganzen Hauptstadt und ist gleichzeitig der größte und traditionsreichste Ausstellungsort im Bezirk. Nun haben die kommunalen Galerien Tempelhof-Schöneberg, zu denen auch die Galerie im Rathaus Tempelhof und die Galerie im Tempelhof Museum gehören, in diesem Jahr zum elften Mal den Kunstpreis ausgeschrieben. Eine fünfköpfige Jury stellte eine Auswahl der besten Künstler zusammen, deren Werke nun das Haus am Kleistpark schmücken. Die Ausstellung ist noch bis zum 5. Oktober zu sehen. Thema des diesjährigen Wettbewerbs war “homo ludens” – der spielende Mensch. Wie vielfältig die fast 200 teilnehmenden Künstler dieses Thema interpretierten, verdeutlichen auch die drei Gewinner der Ausschreibung.

Hinterfragte Wahrnehmung

Der erste Preis geht an Yuni Kim für ihre Arbeit „verschwundene Vertraute, gebliebene Fremde und ich“. „Dieser skulpturalen Installation gelingt es, spielerisch und gleichzeitig sehr ernst, die Verlässlichkeit und Präzision unserer Wahrnehmung zu hinterfragen“, lautet die Begründung der Jury für den Sieg. Der zweite Preis geht an Mona Hakimi-Schüler für ihre Arbeit „Not all heros are registered“. Dabei setzt sich die gebürtige Iranerin kritisch mit den kulturellen Rollenmustern für Männer und Frauen in der iranischen Gesellschaft auseinander. Der dritte Preis geht an die Malerin Andrea Damp für ihre Bilder, die Szenen der selbstvergessenen Versenkung ins Spiel darstellen. Einen Sonderpreis vergab die Jury an die Künstlerin Maria Vedder für ihre Videoarbeit „Ghost-Dance“. Aus den Bewerbern wurden 14 Künstler ausgewählt, deren Werke nun in der Ausstellung gezeigt werden.

Attraktiver Standort

Damit haben auch die Künstler, die nicht zu den Siegern gehören, etwas bei dem Wettbewerb gewonnen. Denn das eigentliche Ziel des Wettbewerbs sei es, Künstler zu fördern und ihre Werke an die Öffentlichkeit zu bringen, so Galerieleiterin Barbara Esch Marowski. Und ihnen einen Raum für ihre Werke zu geben. Denn die Gentrifizierung macht auch vor Tempelhof-Schöneberg nicht halt und mit der angespannten Situation auf dem Berliner Wohnungsmarkt wird es im Bezirk eng für viele Künstler. So mussten zum Beispiel im Ortsteil rote Insel in der vergangenen Zeit zahlreiche Ateliers geräumt werden, nachdem dort die Mietpreise in die Höhe schossen. Insgesamt sei der Bezirk aber nach wie vor ein attraktiver Standort für Kreative erzählt Barbara Esch Marowski. „Hier leben und arbeiten viele talentierte Künstler, die mit Tempelhof-Schöneberg verbunden sind.“

Foto: Die Preisträger Andrea Damp, Mona Hakimi-Schüler und Yuni Kim mit Galerieleiterin Barbara Esch Marowski (v.l.).

Nabila Lalee / Bild: Gerhard Haug

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