Diskussion um Verkauf bundeseigener Häuser

Kontroverse: Stadtentwicklungssenator Michael Müller fordert Moratorium

Der geplante Verkauf von drei bundeseigenen Häusern in der Schöneberger Großgörschenstraße/Katzlerstraße durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) schlägt im Kiez und in den Medien hohe Wellen. Als Folge des Verkaufs wird eine Verdrängung der Mieter befürchtet, denn das von der BImA festgesetzte Mindestgebot von
7,1 Millionen Euro lässt sich nicht durch die aktuellen Mietverträge refinanzieren.

Der Quartiersrat Schöneberger Norden, der sich für die Interessen der Mieter einsetzt, ist der Auffassung, dass ein Investor veranlasst wäre, seine Rendite durch Luxussanierungen und entsprechende Mieterhöhungen oder durch die Umwandlung der Häuser in Eigentumswohnungen zu erzielen. Stadtentwicklungssenator Michael Müller (SPD) machte im Rahmen einer Podiumsdiskussion im PallasT in Schöneberg deutlich, dass er es nicht für den richtigen Weg hält, dass der Bund Immobilien zum Höchstpreis veräußert. Müller fordert in diesem Zusammenhang ein Moratorium hinsichtlich des Verkaufs bundeseigener Wohnungen und sozialverträgliche Regelungen für die Liegenschaftspolitik des Bundes.

skr

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