Preis für Traumkinder

Projekt: Berliner Schulen dank Staatsballett im Tanz-Olymp

„TRAUMKINDER – Wenn der Schlaf mit mir tanzen will“ hat den ersten Preis im Bereich Musiktheater innerhalb des zehnten Kinder zum Olymp!-Wettbewerbs gemacht. Das Tanzprojekt mit 150 Kindern aus fünf Berliner Schulen setzte sich gegen 675 Projekte durch. Die Auszeichnung wurde am 19. September in Anwesenheit von Bundespräsident Joachim Gauck übergeben, der die Schirmherrschaft der Bildungsinitiative übernommen hat. „TRAUMKINDER – Wenn der Schlaf mit mir tanzen will“, initiiert von Tanz ist KLASSE! e. V. und dem Staatsballett Berlin, entstand in Kooperation mit der Deutschen Stiftung Schlaf. Im Mai diesen Jahres erlebte die Produktion ihre Uraufführung in der Staatsoper im Schiller Theater.

Tolles Erlebnis

Bereits zum dritten Mal wird das Education-Programm des Staatsballetts Berlin mit dem ersten Preis im Bereich Musiktheater von Kinder zum Olymp! ausgezeichnet. Für „TRAUMKINDER – Wenn der Schlaf mit mir tanzen will“ erarbeiteten die Schüler unter der professionellen Anleitung der Tanzpädagoginnen und -pädagogen von Tanz ist KLASSE! e. V. über ein halbes Jahr hinweg verschiedene Szenen zum Thema „Schlaf und Traum“. Die Zusammenarbeit mit der abschließenden Präsentation auf der Bühne der Staatsoper im Schiller Theater machte das Projekt für alle Mitwirkenden zu einem außergewöhnlichen Erlebnis und begeisterte die Kinder wie auch die Eltern und Lehrer nachhaltig für den Tanz und die interkulturelle Zusammenarbeit.

Regelmäßiger Unterricht

Ganz besondere Erlebnisse seien die Probenphasen und die Projektwoche gewesen, sagten auch die Schüler der Rosa-Parks-Grundschule aus Kreuzberg. Sie fanden nach einem Workshop beim Staatsballett Berlin so viel Freude am Tanzen, dass sie unbedingt regelmäßigen Tanzunterricht erhalten wollten. Die Finanzierung des wöchentlichen Tanzunterrichts in der Schule erfolgt nun durch die Elterngemeinschaft der Klasse. Unter den fünf mitwirkenden Schulen liegt der Migrationsanteil der Schüler zum Teil bei über 80 Prozent, einige der Familien sind erst vor wenigen Jahren nach Deutschland gezogen. Vielen der beteiligten Kinder blieb es bisher verwehrt, kulturelle Angebote der Stadt wahrzunehmen.

mw / Bild: Staatsballet

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