Platten weichen Band des Bundes

Stadtentwicklung: Neues Viertel entsteht am Schiffbauerdamm

An der Marschallbrücke wird gebaggert und gebaut. Fast unbemerkt von der Öffentlichkeit wurde eine Hinterlassenschaft des DDR-Grenzregimes, das ehemalige Abfertigungsgebäude der Wasser-Grenzübergangsstelle, abgerissen. Das war nötig, denn hierher wird der Schiffbauerdamm verlegt, der damit wieder seinen historischen Straßenverlauf erhält. Diese Maßnahme ist Teil einer kompletten Neugestaltung des Spreeufers bis hinauf zur Brücke des S-Bahnhofs Friedrichstraße, mit dem der städtebauliche Entwurf für das Regierungsviertel, das sogenannte Band des Bundes von Axel Schulte und Charlotte Frank, vollendet wird. Jetzt, wo der Erweiterungsbau des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses kurz vor seiner Vollendung steht, wird auch der Bebauungsplan für das Gebiet östlich der Luisenstraße erarbeitet. Grundlage dafür ist die Planung von 2009.

Entwurf des Architekturbüros Kusus+Kusus.

Entwurf des Architekturbüros Kusus+Kusus.

Damals gewann das Architekten-Paar Karin und Ramses Kusus mit seinem Entwurf für den Luisenblock Ost den gleichnamigen Ideenwettbewerb gegen eine Reihe namhafter Architekturbüros. Zugleich sind die beiden mit dem Band des Bundes sehr vertraut, haben sie doch eine Zeitlang für das Büro von Stephan Braunfels gearbeitet, das neben dem Erweiterungsbau des Lüders-Hauses auch eine Reihe anderer Bundestagsneubauten entworfen hat. Der Entwurf von Kusus und Kusus nimmt die Anmutung von Schultes Kanzlergarten am westlichen Ende des Bandes auf, öffnet aber durch seine elliptische Form die strenge Geometrie und schafft einen Platz. Gebildet wird er von sieben Blöcken mit bis zu 100.000 Quadratmetern Bruttogeschossfläche, in denen zukünftig nicht nur sogenannte Reserveflächen des Bundestags enthalten sind, sondern auch Wohnungen, Restaurants, Galerien und Cafés. Ein vollkommen neues Viertel wird hier entstehen, das bestehende Altbauten integriert.

Bevor allerdings neu gebaut werden kann, muss Altes weichen. Wie aus der Bauverwaltung zu erfahren war, wird jetzt der Abriss der DDR-Plattenbauten vorbereitet. Bis 2017 wird dann vom Schiffbauerdamm aus entlang der S-Bahntrasse die Verlängerung der Margarete-Steffin-Straße gebaut, die bislang noch auf der westlichen Seite der Luisenstraße endet.

Ulf Teichert / Bilder: Teichert, Kusus+Kusus

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