„Hohenschönhausen ist ein sicherer Ort zum Leben“

Podium: Viele Autodiebstähle im Nordostbezirk aufgrund günstiger Verkehrslage

Auf die Frage, wie sicher das Leben in Hohenschönhausen tatsächlich ist, kennt Dietmar Ziege, der Leiter des Hohenschönhausener Polizeiabschnittes 61 eine eindeutige Antwort. „Die Zahlen bei Körperverletzung und Sachbeschädigung sind hier in den letzten Jahren stark zurück gegangen. Wir liegen in diesen Statistiken eindeutig unter dem Berliner Mittel und das Leben hier ist sicher“, stellt der neu berufene Abschnittsleiter aus der Wache in der Hohenschönhausener Pablo-Picasso-Straße fest. An diesem Abend ist er zu Gast bei einer Podiumsveranstaltung der SPD-Abgeordneten Karin Halsch. Mit ihm am Tisch sitzt auch der Berliner Polizeipräsident Klaus Kandt und der stellvertretende Leiter der Polizeidirektion 6, Michael Lengwenings. Allein die Anzahl der Eigentumsdelikte seien in den Stadtteilen am östlichen Berliner Stadtrand vergleichsweise häufig. „Klar, bei Autodiebstählen bietet sich die Lage einfach auch für die Transportwege an. Von Hohenschönhausen oder Marzahn-Hellersdorf aus müssen Diebe mit den gestohlenen Fahrzeug nicht erst die City durchqueren. Die Wege ins östliche Ausland sind von hier aus entschieden unkomplizierter“, erläutert Lengwenings, der bestätigt, dass in jeder Woche bis zu 40 gestohlene Autos in den Ostbezirken gemeldet werden.

170 Beamte

Die Diebstähle beträfen schon längst nicht mehr nur die teuren Marken mit dem Stern und den vier Ringen auf den Kühlern. Technisch gesehen gäbe es keine Methoden, mit denen man sich nachhaltig gegen die Langfinger wehren kann. „Auf Wegfahrsperren und andere technische Finessen kennen Autodiebe bereits alle Antworten“, berichtet Abschnittsleiter Dietmar Ziege. „Der Schlüssel für unsere stark verbesserte Aufklärungsquote des vergangenen Jahres war, dass wir die Wege des Abtransports und der Kuriere besser mit Kollegen überwacht haben“, so Ziege, an dessen Polizeiabschnitt 170 Beamte beschäftigt sind. „Unser Mitarbeiterstamm hört sich zunächst groß an. Wer aber bedenkt, dass wir 24 Stunden am Tag im Schichtdienst beschäftig sind, dem relativiert sich so eine Zahl recht schnell – wir sind aber ständig mit rund 40 Beamten im Bezirk unterwegs.“ Auch sein ein Stellvertreter Carsten Ziegler weiß, dass polizeiliche Präsenz im Bezirk nur ein Aspekt der Präventionsarbeit sein kann. „Wir setzen auch Zivilstreifen ein, aber zur Vermeidung von Straftaten ist der Kontakt zu den Bürgern schließlich noch das wichtigste Instrument. In Gesprächen mit Geschäftsinhabern, auf Präventionsveranstaltungen und auch mit Wohnungsbauunternehmen können Maßnahmen getroffen und vereinbart werden, die von vornherein Straftaten vermeiden.“ Insbesondere beim Thema Wohnungseinbruch sei das Gespräch mit den Bürgern und die Wachsamkeit in der Nachbarschaft das wichtigste Instrument zur Strafverfolgung und -vermeidung. „Auch bei den Einbrüchen ist die Berliner Ostregion kaum gefährdeter als andere Stadtteile. Die hohe Zahl der Einbrüche erklärt sich auch aus der hohen Zahl an Wohnungen an sich in den Stadtteilen“, so Lengwenings. Hier gelte zur Prävention neben der Verwendung technischer Vorkehrungen wie Schutzbeschlägen und hochwertiger Schlösser auch die Meldung von verdächtigen Vorkommnissen.

Notruf ist wertvoll

„Wer 110 anruft, dem entstehen keine Kosten – jeder Hinweis kann wertvoll sein“, empfiehlt Polizeipräsident Klaus Kandt, der die technischen Möglichkeiten dieser Hotline auch in Zukunft weiter ausbauen möchte.

Stefan Bartylla (Text und Bild)

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