Geheimnisvolle Orte

Kunst: Verein will kulturelles Leben im Bezirk bereichern

Steglitz-Zehlendorf ist bekannt für seine zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen, Sehenswürdigkeiten und Museen. In Sachen Kunst gibt es aber noch etwas Nachholbedarf – finden jedenfalls Stephani Bahlecke und Cornelia Große. Unter dem Namen „KUNST.RAUM.STEGLITZ“  haben sie deshalb einen Verein gegründet, mit dem sie junge und freie Kunst im Berliner Südwesten fördern möchten. „Wir wollen Steglitz aus dem Dornröschenschlaf wach küssen“, erklärt die Vereinsvorsitzende Stephani Bahlecke und berichtet vom geplanten Angebot: Von Kunstausstellungen über Film- und Videoinstallationen bis hin zu Theateraufführungen wolle sie das kulturelle Leben im Bezirk bereichern.

Chancen nutzen

„In Steglitz haben wir die große Chance, einen pulsierenden Ort für Kunst- und Kulturenthusiasten zu entwickeln“, meint Bahlecke. Dieser könnte auch eine breite Öffentlichkeit anziehen, wie sich am Beispiel von „48 Stunden Neukölln“ zeige: Einmal im Jahr präsentiert die Berliner Kunstszene in dem Stadtteil dort ihre aktuellen Projekte. Auch Straßenfestivals im Stil der „Magistrale“ an der Potsdamer Straße in Schöneberg und Mitte sollen Vorbilder sein. „Kunst im öffentlichen Raum Steglitz soll erlebbar werden“, sagt Bahlecke in Anspielung auf den Vereinsnamen. Neben dem öffentlichen Raum stehen aber auch „geheimnisvolle Orte“ in Steglitz auf dem Programm, die als Kulisse für Ausstellungen und Aktionen dienen sollen. „Als primäres Medium der Architektur lebt der Raum durch seine Gestaltung. Die leere Hülle wird gefüllt, unterschiedlich ‚möbliert‘ und abwechslungsreich gestaltet“, kündigt die zweite Vorsitzende des Vereins, Cornelia Große, an.

Ein solcher Ort sei etwa das Café GM26 in der Gutsmuthstraße, das jüngst entdeckt wurde. Wo sich weitere „geheimnisvolle Orte“ befinden, werde aber noch nicht verraten. Sicher ist nur, dass dort ein breites Angebot zu sehen sein wird. „Wir wollen spartenübergreifend agieren und im Rahmen von Ausstellungen und Aktionen jungen Künstlern die Möglichkeit geben, ihre Werke zu präsentieren. Als offenes Forum für Künstler, Kulturschaffende und Kulturinteressierte wird hierdurch die Möglichkeit zum künstlerischen, intellektuellen, aber auch pragmatischen Austausch gefördert“, sagt Große. Überhaupt vertrete man im KUNST.RAUM.STEGLITZ einen sehr weiten Kunstbegriff: „Wir schließen beispielsweise auch Literatur mit ein. Somit schaffen wir eine Verbindung zwischen ‚professionellen‘ Kulturschaffenden und kunstbegeisterten Laien.“

Erste Veranstaltung

Unterstrichen wird diese Verbindung schon bei der ersten Veranstaltung: Wenn die Schauspieler Maria Hartmann und Jens Wawraczek am 13. November, um 20 Uhr im erwähnten Café GM26, Gutsmuthstraße 26, aus den „Briefwechseln“ zwischen Hans-Christian Andersen und Lina von Eisendecher vorlesen, trifft ein dänischer Schriftsteller auf seine literaturbegeisterte Oldenburger Leserin. Um Anmeldung bis zum 11. November wird gebeten.

Tel.: (030) 81 89 53 95

Bild: Die Vorsitzende Cornelia Große kämpft für mehr Kunst im Bezirk.
Philip Aubreville / Bild: Belowskey

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