Komponisten des guten Geschmacks

Beruf: Keine Ausbildung, kein Studium – nur ausreichend Erfahrung zeichnet Teetester aus

Teetester sind „Komponisten des guten Geschmacks“, die Jahr für Jahr dafür sorgen, dass trotz wechselnder Erntezeiten und Wetterverhältnisse ein gleichbleibend hohes Qualitäts- und Geschmacksniveau für die Teeliebhaber erzielt wird. Nur etwa 60 Menschen in Deutschland arbeiten als Teetester – doch wie erlernt man diesen Beruf, für den es weder eine Ausbildung noch einen speziellen Studiengang gibt? „Learning by doing“, sagt Egbert Kolthoff, der zusammen mit seinem Kollegen Ralf Töpfer beim ostfriesischen Bünting Teehandelshaus als
Teetester arbeitet.

Bildung_1Sinne und Erfahrung

Das notwendige Know-how für den Beruf eines Teetesters wird einzig und allein von erfahrenen Kollegen an die nachfolgende Generation weitergegeben: Denn nur in der Praxis ist nachvollziehbar, warum ein Teetester einen bestimmten Tee auswählt. Insbesondere gilt es, sich Nuancen einzuprägen. Dafür braucht es eine gute Zunge, eine gute Nase – und viele Jahre Übung. Nur so können Rohstoffe ausgewählt und neue Sorten verprobt und kreiert werden.

Guter Beitrag

Neben ausgeprägtem Geschmackssinn ist der kaufmännische Hintergrund wichtig. Durch ihre Einkaufstätigkeit leisten viele Teetester einen guten Beitrag zum Erfolg ihres Unternehmens.

RGZ-P/DJD / Bild: djd/buenting-tee.de

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