Baumbestand hat viele Freunde

Bauen: Neugestaltung des Olivaer Platz geht in eine weitere Diskussionsrunde

Im Ergebnis der öffentlichen Auslegung des B-Planverfahrens Olivaer Platz wurden rund 900 Einwendungen registriert. Ein zentraler Punkt ist die Frage geplanter Fällungen und Neupflanzungen von Bäumen, aber auch der Erhalt der 120 vorhandenen Parkplätze. Ein vielfach geäußerter Wunsch sei, möglichst viele der insgesamt 148 Bäume zu erhalten. Welche Planänderungen hierzu notwendig und möglich sind, wird am 25. November, um 19.30 Uhr in ehemaligen BVV-Saal des Bezirksamtes Charlottenburg-Wilmersdorf, Fehrbelliner Platz 4, diskutiert.

Parkgarage abgelehnt

„Gut Ding braucht Weile“ besagt ein Sprichwort. Das Projekt „Umgestaltung des Olivaer Platz“ wurde 2009 in die Wege geleitet. Eine Ausstellung, Bürgerbefragungen und sechs Bürgerveranstaltungen gingen dem vor drei Jahren, Anfang Dezember 2011, von einer Wettbewerbsjury bestimmten Siegerentwurf des Dresdener Landschaftsarchitekten Rehwaldt voraus. „Auslöser zur Neugestaltung war der Bürgerwille“, sagt Silke Wiesenhütter, Koordinatorin von Aktives Zentrum City West. Verkehrsberuhigung und ein urbaner Park gingen schon aus der ersten Bürgerbeteiligung als Wünsche hervor. Rehwaldts Entwurf als Empfehlung und Ausgangssituation nach dem Umgestaltungsmotto „moderne, grüne Urbanität“ sieht keine Stellplätze vor. Der Vorschlag, unter dem „Olli“ eine Parkgarage zu errichten fand in der BVV keine Zustimmung. Für die Geschäftsleute-Initiative am Olivaer Platz bedeute der Wegfall der Parkplätze ein Wegfall der Kunden, die Verdrängung von Gewerbe und die Einschränkung für die Betriebe. Gegen Parkplatz-Verlust spricht sich auch die Industrie- und Handelskammer aus. Christian Wiesenhütter, stellvertretender IHK-Hauptgeschäftsführer, meint: „Wenn der Bezirk an der Neugestaltung in der geplanten Form festhält, ignoriert er damit die Gewerbetreibenden“. Schließlich sei eine Kompromisslösung vorstellbar, bei der die Parkplätze erhalten werden und sich trotzdem die Aufenthaltsqualität verbessere.

Zeit drängt

Der „Olli“ als zentraler Platz in Charlottenburg soll Grünflächen bekommen mit einer ausgedehnten Spielanlage, die beispielsweise eine Kletterplattform, Rutsch- und Kletterhügel, eine Schaukel, Malwand und einen WLAN-Punkt vorsieht. Insgesamt 2,5 Millionen stünden aus Fördermitteln zur Verfügung. Die Geschäftsleute-Initiative spricht von Fehlinvestition. „Das ist eine große Chance für den Bezirk, aber irgendwann ist das Geld weg“, sagt Silke Wiesenhütter, die das Projekt von Anfang an begleitet. Es bleibe zu hoffen, dass die Finanzzusage hält, bis 2019 müsse die Umgestaltung abgeschlossen sein.

Michaela Bavandi / Bild: Büro Rehwaldt

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