Reinickendorf räumt doppelt ab

Sport: Füchse Berlin und Budo Club Ken Shiki mit „Zukunftspreis des Berliner Sports“ ausgezeichnet

Reinickendorf räumte gleich doppelt ab beim vom Landessportbund ausgelobten „Zukunftspreis des Berliner Sports“. Geehrt wurden Vereine, die sich im vergangenen Jahr in den Bereichen Integration und Inklusion sowie Umweltschutz besonders positiv hervorgehoben haben. Der Sportverein Budo Club Ken Shiki aus Waidmannslust gewann den zweiten Platz in der Kategorie Integration und Inklusion. Inklusion heißt wörtlich übersetzt Zugehörigkeit, also das Gegenteil von Ausgrenzung.

Gegen Vorurteile

RE_05_untenDer Budo Club Ken Shiki gilt als Vorzeigeprojekt für gelebte Inklusion im Berliner Sport. Hier kommen Menschen aus verschiedenen Nationen, mit und ohne Behinderungen und verschiedenen sozialen Schichten zusammen. „Judo für jedermann“ ist hier das Motto. Im Vordergrund steht das Team, denn die Mitglieder des Vereins sind überzeugt: Durch das gemeinsame Training werden Kontakte hergestellt und Vorurteile abgebaut. Mittlerweile sind einige Vereinsmitglieder mit Behinderungen selbst als Assistenztrainer aktiv. „Von ihren nicht-behinderten Schülern werden sie hier ganz selbstverständlich akzeptiert“, erzählt Vereins-Vorsitzende Hamdy Mohamed. Der zweite Platz beim Zukunftspreis wurde mit 3.000 Euro und einem Warengutschein im gleichen
Wert prämiert.

Als Vorsitzender Hamdy Mohamed den Verein 2009 gründete, waren Judoangebote für Menschen mit Behinderungen in der Hauptstadt kaum vorhanden. Und weil andere Bundesländer in diesem Punkt schon viel weiter sind, beschloss der ehemalige Afrika-Judo-Meister, Judo für Gehandicapte auch in Berlin ordentlich voranzubringen. Und nicht nur beim Training wird der Austausch zwischen Mitgliedern mit und ohne Behinderungen gefördert. Einmal im Jahr fahren die Judoka gemeinsam für eine Woche in ein Zeltlager. Wie stark Zusammenhalt macht, beweisen auch die zahlreichen Erfolge bei Wettkämpfen und Meisterschaften. Sogar die internationalen Deutschen Meisterschaften im G-Judo holte der Budo Club Ken Shiki zum ersten Mal nach Berlin. Mit insgesamt zwölf Medaillen war der Verein der erfolgreichste bei diesem Wettbewerb.

Grüne Fassaden

Die Füchse Berlin Reinickendorf wurden mit dem dritten Platz in der Kategorie Umwelt ausgezeichnet. Das Vereinsgelände der Handballer am Freiheitsweg wird zu einem naturnahen Sportpark umgebaut. Das ehemalige Vereinsheim wurde aufgrund einer Asbestversuchung abgerissen. Beim Bau der neuen Dächer wurde auf nachhaltige Nutzung des Regenwassers sowie begrünte Fassaden gesetzt. Der dritte Platz wurde mit 1.500 Euro und einem Warengutschein im gleichen Wert dotiert.

Nabila Lalee/ Bild: Budo Club Ken Shiki eV Berlin, Wolke

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