Dresdner Bahn gehört in den Tunnel

Politik: Bezirksverordnete äußern Widerspruch gegen Aussagen von Senator Geisel

Die Dresdner Bahn in Lichtenrade soll in den Tunnel, das fordern die Bezirksverordneten auf Initiative der CDU-Fraktion. Die Tunnellösung war bislang parteiübergreifender Konsens. Dieser wurde jedoch durch die Äußerungen des neuen Verkehrssenators Andreas Geisel (SPD) in der vergangenen Woche in Frage gestellt. Geisel äußerte, dass aus seiner Sicht die Dresdner Bahn ebenerdig durch Lichtenrade rollen sollte.

Große Verärgerung

„Die Äußerungen von Andreas Geisel haben in unseren Reihen für große Irritationen und entschiedenen Widerspruch gesorgt“, sagt Christian Zander von der CDU-Fraktion. Im Koalitionsvertrag von SPD und CDU im Land Berlin sei festgehalten, dass das Land Berlin sich für die Tunnellösung einsetzt und auch bereit ist, sich an den Mehrkosten zu beteiligen. „Geisel traf mit seinen Aussagen zielsicher ein weiteres Fettnäpfchen, von denen er in den vergangenen Wochen kaum eines ausgelassen hat. Damit hat er für große Verärgerung, aber auch tiefe Verunsicherung bei den Menschen in Lichtenrade gesorgt“, kritisiert die CDU-Fraktion scharf. „Wir fordern den Senator und den Regierenden Bürgermeister Michael Müller auf, hier für Klarheit zu sorgen und sich unmissverständlich zur Tunnellösung für die Dresdner Bahn zu bekennen“, sagt Christian Zander. Denn solche „unüberlegten“ Äußerungen, die im Widerspruch zur Position des Landes stünden und sich gegen die Interessen der Lichtenrader richten, seien „absolut kontraproduktiv“. Sie würden die Verhandlungen mit dem Bund und der Deutschen Bahn gefährden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Jan-Marco Luczak hatte sich bereits in einem Brief an den Regierenden gewandt.

Position des Bezirks

Zur heiklen Debatte um die Dresdner Bahn bezog auch Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) in den vergangenen Tagen klar Stellung für die Tunnellösung und widersprach ihrem Parteikollegen Andreas Geisel. Seit Jahren stehe der Bezirk mit seiner Forderung nach einer Tunnellösung für die Dresdner Bahn in Lichtenrade an der Seite der Bürger und der Bürgerinitiative in Lichtenrade. „Wir fordern weiterhin, dass eine Tunnellösung in Lichtenrade realisiert wird, wie es im Koalitionsvertrag und vielen Bekräftigungen durch den Senat als Ziel des Landes Berlin bestätigt wurde.“ Lebensqualität sei ein langfristiges Gut für die Menschen in Lichtenrade und dürfe nicht kurzfristigen Überlegungen geopfert werden.

Sara Klinke / Bild: Stefan Bartylla

WEITERSAGEN

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden. Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.

Schließen