Zurück zum natürlichen Ufer

Umwelt: Gutachten zur Sanierung des Wilhelmsruher Sees liegt vor

Der Wilhelmsruher See, im Volksmund gern Ententeich genannt, ist kaum noch ein Erholungsgebiet. Im Hochsommer weht Geruch über die angrenzenden Straßen. Das Wasser verfärbt sich dann dunkelgrün und ein schleimiger Algenfilm bildet sich – der See kippt. Dennoch ist und bleibt der See Mittelpunkt vieler Freizeitausflüge der Anwohner. Und die wünschen sich seit langem eine Sanierung.
Das Büro für Ingenieurbiologie, Umweltplanung und Wasserbau Kovalev & Spundflasch hat dem Umweltausschuss dafür nun ein entsprechendes Gutachten vorgelegt. Der Wilhelmsruher See ist ein stehendes Gewässer ohne natürlichen Zu- oder Abfluss. Allein Grundwasser oder einfließendes Oberflächenwasser speisen also den See.

Die geringe Tiefe von nur etwa 1,60 Meter, eine Überversorgung mit Nährstoffen, vor allem Phosphat, führt im Sommer zu dem erwähnten, erheblichen Algenwachstum. Außerdem registriert das Gutachten eine relativ starke Sedimentschicht. Zur Sanierung und Renaturierung des Gewässers schlagen die Fachleute vor, den Einfluss von Nährstoffen zu reduzieren, die Sedimentschicht zu entfernen, die Uferbereiche zu renaturieren und die Uferbefestigung zu beseitigen, Flachwasserzonen zu schaffen sowie diese ebenso zu bepflanzen wie die Uferränder. Umwelt- und Naturschutzamt sowie Straßen- und Grünflächenamt stimmen nun die Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes ab, teilt Stadtrat Dr. Torsten Kühne mit. Kosten und Zeitpunkt unbekannt.

Michael Hielscher / Bild: Kovalev & Spundflasch

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