Mehr Bahnen und weniger Autos

Besucherstrom: Bürgerplattform Südost fordert neues Verkehrskonzept für die Wuhlheide

Rund 400 Vertreter der Bürgerplattformen Berlin Südost, Neukölln und Wedding-Moabit sind dieser Tage im Stadion an der Alten Försterei zusammengekommen. Unter dem Motto „Solidarische Stadt – das sind wir!“ wurden Lösungen für aktuelle politische Fragen diskutiert. Im Mittelpunkt standen ein Verkehrskonzept für die Wuhlheide und die Errichtung eines muslimischen Friedhofs in Neukölln.

Wie kommen Fußballfans besser durch die Wuhlheide und ins Stadion an der Alten Försterei? Vor einiger Zeit hatte der 1.FC Union Berlin gemeinsam mit der Bürgerplattform Berlin Südost und dem Verein Pro Wuhlheide e. V. eine Umfrage im Stadion und im Internet gestartet. Das Ergebnis: 46 Prozent nutzen die S-Bahn und die Straßenbahn, 36 Prozent kommen mit dem Auto und nur 18 Prozent sind Fußgänger und Radfahrer. „Die vorhandene Verkehrsinfrastruktur wird den gewachsen Angeboten und den jährlich rund zwei Millionen Besuchern in der Wuhlheide und in ihrem Umfeld nicht mehr gerecht“, so das Fazit der Bürgerplattform. Fußgänger und Radfahrer müssten einen verbesserten Zugang zur Wuhlheide erhalten. Für Autofahrer muss eine bessere Ausschilderung der Parkplätze erfolgen und der öffentliche Nahverkehr ausgebaut werden. Treptow-Köpenicks Baustadtrat Rainer Hölmer (SPD) wünschte sich weniger Autofahrer und mehr Radfahrer und Fußgänger sowie Nutzer der öffentliche Verkehrsmittel in dem Erholungsgebiet. Außerdem solle die Straßenbahnhaltestelle direkt vor die Alte Försterei verlegt werden. Verstärkungszüge müssten nach Spielende oder nach dem Ende eines Konzerts eingesetzt werden. Ein Parkleitsystem sei problematisch, da es derzeit nur wenige Parkflächen gebe. „Die Mittel des Bezirks sind begrenzt“, sagte Hölmer. Nach der Umgestaltung des Treptower Parks sei die Wuhlheide als nächster Schwerpunkt vorgesehen. „Etwa ab 2017 werden wir entsprechende Fördermittel beantragen“, so Hölmer.

Der Bedarf an Grabstätten für Muslime wächst, doch das Platzangebot hinkt hinterher. 2014 wurden 40 Prozent der verstorbenen Muslime in Berlin beerdigt. Ein zentral gelegener Friedhof mit reichlich freien Flächen lässt aber noch auf sich warten. Im Gespräch ist der evangelische St.-Jacobi-Friedhof an der Hermannstraße. Derzeit geht es um den Erwerb der freien Teilfläche von der Evangelischen Kirche durch das Land Berlin sowie den Betrieb als muslimischer Friedhof durch den Bezirk, bis ein muslimischer Friedhofsträger gegründet ist. Erste Bestattungen sollen dort 2016 stattfinden. Ilkin Özisik von der SPD-Fraktion im Abgeordnetenhaus kündigte in der Alten Försterei an, dazu in Kürze das Gespräch mit Vertretern der Bürgerplattform Neukölln zu suchen.

Anette Weingärtner / Bild: imago/Hohlfeld

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