Stolpersteine verlegt

Bezirk würdigt Einsatz von Widerstands-Gruppe

Die Reinickendorfer „Mannhart-Gruppe“ leistete seit Beginn des Zweiten Weltkrieges organisierten Widerstand gegen die nationalsozialistische Diktatur. Stellvertretend für die Mitglieder dieser Gruppe wurden am 25. März insgesamt 13 Stolpersteine an der Berliner Straße 26 in Tegel vom Künstler Gunter
Demnig verlegt.

„Seit 1996 wurden in Berlin 6.000 Stolpersteine verlegt“, sagte Sozialstadtrat Andreas Höhne (SPD) anlässlich der Verlegung. „All diese Steine wurden verlegt mit dem Ziel, die Erinnerung wach zu halten an die Menschen, die verfolgt, vertrieben oder ermordet wurden.“ Der Ort von den 13 Stolpersteinen ist mit Bedacht gewählt worden, denn ein Schwerpunkt der betrieblichen Tätigkeit war die Organisation des Widerstands bei Rheinmetall-Borsig durch Untergrundarbeit der betrieblichen Widerstandsgruppe. Am 7. November fand die letzte Zusammenkunft der Gruppe bei Rheinmetall-Borsig statt. Danach wurden sie entdeckt, verhaftet und verurteilt. Der Stolpersteinverlegung, die von der AG Stolpersteine Reinickendorf organisiert wurde, wohnten rund 50 Menschen bei.

(red)

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