Stadtentwicklung bleibt sein Thema

Politik: Der Lichtenberger Gregor Költzsch ist neu im Abgeordnetenhaus

Nach dem Amtswechsel des ehemaligen Bezirksbürgermeisters Andreas Geisel ins Senatorenamt wurde die Abgeordnete Birgit Monteiro als neue Bürgermeisterin gewählt. Ihren Platz im Abgeordnetenhaus nahm der bisherige Bezirksverordnete Dr. Gregor Költzsch ein. Das Berliner Abendblatt sprach mit dem 37-jährigen Lokalpolitiker über dessen Ziele und politischen Themen.

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Költzsch wuchs in Friedrichsfelde auf. Hier ging er auch zur Schule und sein Abitur machte er am Karlshorster Hilde-Coppi-Gymnasium. Beruflich startete der dreifache Familienvater im Jahr 2002 mit einem Diplom als Betriebswirt. Es folgten ein Masterstudiengang und schließlich die Promotion im Fernstudiengang im Fach Wirtschaft an der englischen University of Surrey. Költzsch ist bereits seit 15 Jahren im kaufmännischen Bereich in der IT-Branche tätig. Erst Ende 2005, im Alter von 27 Jahren trat er der SPD bei und seit rund zehn Jahren ist er in seinen Wahlkreis in Friedrichsfelde-Süd, Karlshorst und der Rummelsburger Bucht tätig. Seit dem Jahr 2011 war er Mitglied in der Bezirksverordnetenversammlung.

Die Themen

„Im Bezirk habe ich in diesen Jahren mit dem Schwerpunkt Stadtentwicklung gearbeitet. In Karlshorst waren zum Beispiel Übergangslösungen für die Fußgängerführung am S-Bahnhof Karlshorst nach der Aufweitung der Brücke nötig“, schildert Költzsch eines der Themen, zu dem er sich verstärkt einbrachte und die aktuelle Verkehrssituation mitgestaltete. „Der entscheidende Vorteil des neuen, provisorischen Fuß- und Radweges ist, dass man jetzt nicht erst umständlich die Treskowallee überqueren muss, um den Bahnsteig zu erreichen. Ich hatte die Einrichtung des Weges mit einer Initiative in der BVV angeregt, die nun umgesetzt wurde“, erklärt Költzsch, der auch im Abgeordnetenhaus im Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt in Zukunft zu ähnlichen Themen mit beraten wird. „Ich freue mich natürlich sehr, den fachlichen Schwerpunkt der letzten Jahre in diesem Ausschuss fortzusetzen zu können“, so der Betriebswirt, der in Sachen Stadtentwicklung auch das Thema Mobilität im Fokus hat und dort für sich selbst die Kombination aus öffentlichen Verkehrsmitteln und dem Fahrrad favorisiert. „Auch diese schnelle und ökologische Variante muss eine moderne Stadt wie Berlin noch weiter vertiefen“, erläutert Költzsch. Zu seinen aktuellen, lokalen politischen Themen zählt Költzsch die Sanierung des Coppi-Gymnasiums und den Neubau der abgebrannten Sporthalle. „Mir stellt sich schon die Frage, warum es vier Jahre dauert, eine solche Sporthalle zu bauen. Es gibt meiner Ansicht nach schnellere Lösungen“, so Költzsch, der sich auch für den Ausbau der Kapazitäten der Oberschulen in Karlshorst und Friedrichsfelde einsetzen möchte. Gregor Költzsch wird auch weiterhin in Teilzeit seinen Beruf in einem mittelständischen IT-Unternehmen ausüben. Er räumt ein, dass ein Spagat aus Politik und Beruf mit dem Familienleben nur schwer vereinbar ist. „Es muss leichter möglich sein, sich neben dem Beruf und der Familie auch gesellschaftlich zu engagieren“, meint Költzsch. „Dann würden sich auch mehr Menschen politisch einbringen.“
Stefan Bartylla / Bild: Stefan Bartylla

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