Ein Hit für die Hauptstadt

Musik: Merlin und One Heart im Finale beim Berlin Song Contest

Die zweite Auflage des großen Berlin Song Contests ist in vollem Gange. Die Finalteilnehmer stehen seit dem vergangenen Wochenende fest. Zehn von 20 Berliner Bands konnten das Publikum im voll besetzten BKA-Theater überzeugen. Neben frischem Rock‘n‘Roll gab es melancholische Pop-Balladen und witzigen Italo-Pop auf die Ohren. Und auch für die Augen waren ein paar Leckerbissen dabei: Da zog beispielsweise der Sänger der Gruppe „Halbstark“, für Waidmannslust im Rennen, obenrum blank und posierte auf einem Kontrabass (siehe Titelbild).

Kreative Auftritte

Einfallsreich waren sie ohne Zweifel, die Auftritte der Teilnehmer. Schließlich waren alle Mittel erlaubt. Die Gäste konnten nach dem Spektakel zwölf, acht und vier Punkte an ihre drei Favoriten verteilen. Nach diesem Publikumsvoting ergibt das folgende Aufstellung für das Finale am 19. April um 19 Uhr im SchwuZ (Rollbergstraße 26): Für Friedenau singt Johannes Kubin mit „Roter Faden“, ein Songwriter, der die ganz großen Gefühle anstimmt. Treptow wird von Adwoa Hackmann mit „S.O.S.“ vertreten. Die Vollblut-Sängerin musste zum Halbfinale a cappella auftreten, weil ihre Band wegen Krankheit ausgefallen war. „Mit Anlauf ins Verderben“ rockt sich die Band beatWohnung für Weißensee. Waidmannslust wird von den fünf Gute-Laune-Jungs mit dem Bandnamen „Halbstark“ und ihrem Song „Schöner Tag“ um den Goldenen Schlüpfer kämpfen. Johanna Amelie hat am Piano „From within“ gesungen und zieht für Neukölln ins Finale ein. Den Stadtteil Buch vertritt das PianLola Chansontheater mit „Herr Kontrolleur“. Schmargendorf versucht es mit One Heart und „Break the silence“.

Für Tempelhof geben sich The Bat-Cats mit „Sleep forever“ die Ehre. In dem Lied bringt Band-Frontfrau Li ihren Ex-Freund um, weil er sie „mit mehreren Frauen betrogen hat“, so die 14-Jährige. „Rastlos“ heißt der Titel von Daniel Hilpert für Baumschulenweg. Der zehnte Teilnehmer heißt Merlin Dietrich. Für Charlottenburg singt er „Flying out to Berlin“.

Beste Performance

Ein bisschen geschummelt ist die Sache mit den Stadtteilen. Nicht alle Bands treten für den Bezirk an, in dem sie wohnen. Eine Verbindung zur jeweiligen Örtlichkeit wird dennoch angegeben, zum Teil äußerst kreativ. Die Band „Halbstark“ behauptet, in Waidmannslust sei es so wunderbar grün und friedlich, dass einfach jeder Berliner mal dort gewesen sein muss. Nur waren die Jungs von „Halbstark“ selbst noch nie dort. Vergeben werden je ein Publikumspreis und der berüchtigte „Goldene Schlüpfer“ für die beste Performance in den Augen einer
hochkarätigen Jury.

Tickets gibt es unter:
www.tixforgigs.com

Sara Klinke / Bild: Stefan Bartylla

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