Miteinander statt Fürsorge

Inklusion: Aktionstag am 5. Mai

Auch im Jahr 2015 setzt der Bezirk Lichtenberg sein Engagement in der Inklusion behinderter Menschen in möglichst vielen Handlungsbereichen fort. Rund 45.000 Lichtenberger Menschen sind mit einem Grad der Behinderung von 20 Prozent oder mehr registriert. „Die Ziffer ist wahrscheinlich bedeutend höher, zählt man allein alle in Lichtenberg lebenden, körperlich eingeschränkten Senioren dazu“, sagt Birgit Herlitze, die Lichtenberger Beauftragte für Menschen mit Behinderung. Ein öffentlichkeitswirksamer Termin, um Bedarfe, Wünsche und Proteste dieser Menschen aufzuzeigen ist der Europäische Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung am 5. Mai, an dem sich auch der Bezirk Lichtenberg beteiligen wird.

Ab 13 Uhr startet der Projekttag im und am Rathaus, mit der Eröffnung durch Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro (SPD) unter dem Motto „Mit Meilensteinen in die Inklusion“. Ein buntes und lautes Bühnenprogramm mit Rockkonzert, Musical, Theater und Gesprächsrunden erwartet die Besucher.

Druckfrisch liegt an diesem Tag der „Kiezatlas für Alle“ für den Bezirksteil Hohenschönhausen aus. In der in einfacher Sprache formulierten Broschüre werden Lieblingsorte und deren Erreichbarkeit präsentiert. „Noch immer gibt es zu viele Orte im Bezirk, die für Menschen mit körperlichen Behinderungen unmöglich zu erreichen sind“, schildert Heidi Schulze die derzeitige Situation. Die Rollstuhlfahrerin hat an der Broschüre mitgearbeitet und wünscht sich mehr Berücksichtigung.
„Wir versuchen auch in ganz anderen Bereichen Inklusionsgedanken mit aufzunehmen“, schildert Bezirksbürgermeisterin Birgit Monteiro die aktuellen Handlungsvorgaben auch für die Bereiche Arbeitsmarkt, Kultur und Bildung. Wichtig sei es, Menschen mit Behinderungen nicht als „Objekte der Fürsorge“, sondern als aktive und organisierende Mitgestalter zu begreifen. „Wenn wir Sporthallen sanieren oder Fassaden an Schulgebäuden erneuern, muss Inklusion mit gedacht werden“, so die Bezirksbürgermeisterin. Bis 19 Uhr werden neben dem Bühnenprogramm auf der Wiese vor dem Rathaus auch Vereine und Projekte ihre Arbeit zum Thema Inklusion vorstellen.

Stefan Bartylla

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