Weltstars rocken die Zitadelle

Kultur: Seit zehn Jahren begeistert das Sommer-Festival in der Open-Air-Arena

Tom Jones, Björk, „Revolverheld“, „Faith No More“ – das sind nur ein paar der internationalen Pop- und Rockstars, die auch diesen Sommer die Zitadelle wieder zum Kochen bringen. Seit zehn Jahren veranstaltet mittlerweile Trinity Music von Mai bis August das Sommer-Festival in der historischen Open-Air-Arena. „Als Tom Spindler von Trinity Music vor ungefähr elf Jahren mit der Idee, auf der Zitadelle Konzerte zu veranstalten, auf mich zukam, waren viele im Rathaus erst skeptisch – das Heiligtum der Spandauer als Kulisse für Rockmusik!

Aber Tom war zum Glück hartnäckig. Mittlerweile hatten wir 1,5 Millionen Besucher bei den Konzerten in Spandau“, sagt Gerhard Hanke, Stadtrat und Schirmherr der Veranstaltung. Das erste Konzert war übrigens Blackmore’s Night am 27. Juli 2005. Ein Jahr später wurden erstmals mehrere Konzerte in einer Reihe gegeben. Mit dabei waren unter anderem „Gregorian“, „Madness“, Billy Idol und „Cantus Buranus“.

Tolles Ambiente

„Als meine 15-jährige Tochter das diesjährige Programm gelesen hat, ist sie ausgeflippt“, erzählt Gerhard Hanke. Kein Wunder: Los geht’s am 2. Juni mit der Rap-Metal-Band „Limp Bizkit“, am 6. Juni folgt „Faith No More“, am 10. Juni „Slash“, am 14. Juni Manu Chao, am 19. Juni „Revolverheld“ und am 30. Juni steht Tom Jones auf der Bühne. Am 1. Juli geben sich Gregory Porter & The Metropole Orchestra die Ehre, am 2. Juli „ZZ Top“, am 4. Juli „ZAZ“, am 7. Juli Lindsey Stirling und am 2. August präsentiert Björk ihre Show. Das Trailerpark Open Air findet am 29. August zum Abschluss des Festivalsommers statt. „Für diese Saison war es nicht einfach, namhafte Musiker zu buchen. Rundum Berlin finden immer mehr Festivals statt, die Konkurrenz ist groß“, sagt Veranstalter Spindler. Es sind immer viele Gespräche mit dem Management nötig, bevor es zu einer Zusage kommt, aber alle Künstler, die bisher auf der Zitadelle gespielt haben, waren begeistert vom Ambiente.

Spindler würde auch gern klassische Konzerte anbieten, aber da Spandau die Einflugschneise des Flughafens Tegel ist, bleibt dies vorerst noch ein Traum. „Wenn der Flughafen geschlossen ist, ist hier noch viel mehr los“, verspricht Gerhard Hanke.

Anke Walter / Bild: Peter Engelke

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