Dicker Happen für Treptow-Köpenick

Investitionen: 23 Millionen stehen für zusätzliche Vorhaben im Bezirk bereit

Nicht nur im Spreepark soll jetzt ein warmer Regen des Senats für Schwung sorgen. Der Grund: In diesem Jahr werden rund 23 Millionen Euro zusätzlich in Treptow-Köpenick investiert. Sie stammen aus dem 496 Millionen Euro starken „Sondervermögen Infrastruktur der wachsenden Stadt“ (SIWA), das das Abgeordnetenhaus jetzt abgesegnet hat.

Demnach sind für die Beräumung des Spreeparks und des Eierhäuschens insgesamt zehn Millionen Euro vorgesehen. Berlinweit fließen 4,2 Millionen Euro in ein Sondersanierungsprogramm für Freiwillige Feuerwehren. Für die Wehr in Rauchfangswerder soll ein neues Gerätehaus herausspringen. Für die Feuerwache Köpenick ist eine Generalsanierung angedacht. Außerdem wird die Kita an der Wuhlheide erweitert. Sanierungsmaßnahmen stehen zudem in der Grundschule am Heidekampgraben, an der Sophie-Brahe-Schule und an der Kiefholz-Grundschule an. Die bezirklichen Dienstgebäude in der Hans-Schmidt-Straße und Zum Großen Windkanal werden energetisch saniert.

Die Vorhaben gehen auf eine Vorschlagsliste der Bezirksämter zurück. Während die SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung die Projekte im Bezirk als Mittel loben, dem Bevölkerungsanstieg zu begegnen, kritisiert die Linke- Fraktion die Schwerpunktsetzung. „Gemessen am tatsächlichen Investitionsbedarf sind diese 23 Millionen Euro ein Witz“, sagt Fraktionschef Philipp Wohlfeil. „Bei den Maßnahmen für Schulen geht es nicht darum, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, sondern lediglich den Bestand zu sichern.“ Der Ausbau der Hans-Grade-Schule sei auf den St.-Nimmerleins-Tag verschoben worden. Die Beräumung des Spreeparks sei zu begrüßen, habe aber nichts mit den Belangen der wachsenden Stadt zu tun.

Bezirksbürgermeister Oliver Igel (SPD) verteidigt die Prioritätenliste: „Die Sanierung einer Schule bedeutet, Schulplätze zu sichern.“ Zudem plane der Bezirk mehrere schulische Erweiterungsbauten, etwa an der Anna-Seghers-Schule. Auch die Stärkung der Feuerwehren trage dem wachsenden Zuzug im Bezirk Rechnung.

Nils Michaelis / Bild: imago/Future Image

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