Die Kämpfer für saubere Luft

Umwelt: Unternehmen des Gewerbegebietes Motzener Straße wollen Energie sparen

Auf dem Gewerbegelände Motzener Straße hat ein in Berlin einzigartiges Projekt begonnen: 60 Firmen haben sich im Kampf für eine bessere Umwelt zusammengeschlossen und das erste Klimaschutz-Teilkonzept für ein Industriegebiet erstellt. Die Bemühungen werden von der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums gefördert.

Geben und Nehmen

Auf dem Gelände sind rund 200 Firmen ansässig. Vor zehn Jahren haben sich ein paar Unternehmer zusammengesetzt, um sich kennenzulernen. Dabei kam heraus, dass die eine Firma zum Beispiel Prozesswärme erzeugt und wieder in die Luft abgibt. Diese Energie könnte ein anderes Unternehmen nutzen und so fort. So entstand die Idee für das Umweltprojekt. Dafür wurde das Unternehmensnetzwerk Motzener Straße e. V. gegründet. „Zuerst waren wir nur sieben Mitgliedsfirmen, heute engagieren sich schon 60“, erzählt Ulrich Misgeld, Vorstand der Selux AG und des Vereins. Die Kämpfer für eine bessere Umwelt haben zum Beispiel auch einen gemeinsamen Pool für den Öleinkauf realisiert und Dienstleistungen von Sicherheits- und Reinigungsfirmen oder im Bereich der Telekommunikation gebündelt. Dadurch konnten günstigere Preise ausgehandelt und die Kosten reduziert werden. Bei dem Klimaschutz-Teilkonzept geht es darum, die ansässigen Unternehmen des Gewerbegebietes in ihren Bemühungen zum nachhaltigen Wirtschaften zu unterstützen mit dem Ziel, Energie zu sparen und den CO2-Ausstoß des Gewerbegebietes zu senken. „Aber um sparen zu können, mussten wir erst mal eine Bestandsaufnahme machen lassen. Damit haben wir die Zero Emission GmbH beauftragt. Die Ausgangsbilanz und eine Potenzialanalyse liegen jetzt vor“, sagt Ulrich Misgeld.

Null Emission

Seit Januar lief die „Helikopter-Analyse“, bei der die beauftragten Gutachter von oben auf den Standort blickten: Wie ist der Strom- und Wärmeverbrauch des gesamten Industriegebietes? Wie viel Wasser wird gebraucht und welche Abfälle entstehen? Wie viel Regenwasser fällt auf die Dächer? Wie viele Menschen pendeln täglich ins Gebiet? „Dabei wurde unter anderem festgestellt, dass im vergangenen Jahr 329.360 Tonnen Kohlendioxid auf dem gesamten Gewerbegelände ausgestoßen wurden. Ende des Jahres wird die gesamte Analyse ausgewertet sein und dann können Maßnahmen für die Einsparung des CO2-Verbrauchs getroffen werden“, erläutert Ulrich Misgeld. Und so nähert sich das Industriegebiet Schritt für Schritt seinem gesteckten Ziel: null Emission Motzener Straße bis 2050.

Anke Walter / Bild:UnternehmensNetzwerk Motzener Straße e.V

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