Neuen Anlauf genommen

Diesterweg-Gymnasium: Projektentwickler will mit der Degewo zusammenarbeiten

Eigentlich sollten die mehr als 300 günstigen Wohnungen im Brunnenviertel längst fertig sein. Sollten im Gemeinschaftsgarten zwischen Putbusser und Swinemünder Straße Tomaten wachsen, in der neuen Kita Kinder spielen, im großen Saal Veranstaltungen für den Kiez stattfinden. Im Februar 2014 stimmten die Bezirksverordneten von Mitte einhellig für das Projekt des Teams pswedding und gegen ein konkurrierendes Wohnungsbaukonzept des landeseigenen Wohnungsunternehmens Degewo. Doch noch immer steht das ehemalige Gelände des Diesterweg-Gymnasiums leer, nichts ist gebaut und entwickelt worden.

Ambitioniertes Projekt

Weil sich viele Menschen im Stadtteil fragen, warum es nicht weitergeht in der Putbusser Straße, hatte kürzlich der Stadtteilverein Brunnenviertel e. V. zur Veranstaltung „Vier Jahre Leerstand – Die Zukunft des Diesterweg-Geländes“ in den Supermarkt in der Brunnenstraße eingeladen. Von Bezirkspolitikern, der zuständigen Senatsverwaltung sowie dem Projektentwicklungsteam erhofften sie sich Antworten und eine Perspektive für das zentral gelegene Gelände. Doch warum das ambitionierte Projekt bislang nicht verwirklicht werden konnte, wurde in der Diskussion nicht deutlich. Weder Bezirksbürgermeister Dr. Christian Hanke, noch Bezirksstadträtin Sabine Smentek oder die Projektentwickler konnten es den zahlreichen Zuhörern erklären. Offenbar ging es dabei auch um die Frage ob und wie das landeseigene Grundstück dem Projektteam zur Verfügung gestellt werden kann. Klar wurde in der Diskussion nur, dass alle Beteiligten noch immer an den Plänen von pswedding Interesse haben.

Nachhaltige Möglichkeiten

Interesse habe, so Hanke, allerdings auch weiterhin die Degewo. „Wir haben uns nun mit der Degewo getroffen, um das Gelände nun gemeinsam zu entwickeln“, sagte Oliver Clemens von pswedding. „Das ist ein großer Schritt.“ Mitte Juni solle ein gemeinsames Konzept im Stadtentwicklungsausschuss vorgestellt werden. Nach wie vor möchte pswedding an dem alten Schulstandort mehr als 300 Wohnungen für einen Mietpreis ab 5,50 Euro pro Quadratmeter schaffen. Dabei soll das Schulgebäude saniert und erhalten sowie durch Neubauten ergänzt werden. Das Projekt ist nicht gewinnorientiert und will wie beim ExRotaprint-Projekt neue nachhaltige Möglichkeiten der Quartiersentwicklung aufzeigen.

Zur Erinnerung

Das Schulgebäude in der Putbusser Straße im Brunnenviertel steht vier Jahren leer. Das ehemalige Schulgelände, das wegen seiner 70er-Jahre-Architektur und auffälligen orangefarbenen Fassade im Viertel Raumschiff genannt wird, war aufgegeben worden, weil zum einen sinkende Schülerzahlen den Bezirk bewogen haben, die Schule in die Einrichtung in der Böttgerstraße zu integrieren. Darüber hinaus ist in dem Gebäude Asbest verbaut worden, was ebenfalls gegen den Erhalt des Standortes gesprochen hatte.

Andrea Walde (Text und Bild)

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