Sechs Millionen für sicheren Kunstgenuss

Ausstellungen: Die Berlinische Galerie ist nach ihrer Sanierung wieder offen für Besucher

Mit vier neuen Ausstellungen steht die Berlinische Galerie nach der Sanierung wieder für Besucher offen. Bis zum 26. Oktober läuft die Schau „Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre“. „Dies ist die erste umfassende Betrachtung der in Ost- und West-Berlin entwickelten und geplanten Bauten der 60er Jahre, die bis heute das Stadtbild prägen“, heißt es in einer Ankündigung.

Gefährdete Architekturen

„In dieser Dekade fielen wesentliche stadtplanerische Entscheidungen, und es entstanden zahlreiche bemerkenswerte, heute gefährdete Architekturen.“ In einer weiteren Ausstellung sind Exponate aus Berliner Kunstsammlungen aus der Zeit zwischen den Jahren 1880 und 1980 zu sehen. Der Rundgang reicht von der großbürgerlichen Malerei der Kaiserzeit über den Expressionismus, die osteuropäische Avantgarde bis hin zur Heftigen Malerei der 1970er Jahre. In zwei Einzelausstellungen werden Arbeiten des Malers Bernhard Martin und des Installationskünstlers Björn Dahlem gezeigt.

Im Juli des vergangenen Jahres musste das Landesmuseum für Moderne Kunst wegen Sanierungsarbeiten vorübergehend schließen. Grund dafür war die Sprinkleranlage, die zum Brandschutz im ehemaligen Glaslager installiert war, so die Museumsleitung. Wie sich bei einer Routinekontrolle herausstellte, musste die alte Anlage erneuert werden. Die landeseigene Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM), die das Gebäude verwaltet, habe die Sanierung innerhalb von nur zehn Monaten durchgeführt und die Schließzeit dadurch so kurz wie möglich gehalten. Davon waren sowohl die Ausstellungsräume als auch das unterirdische Depot betroffen, in dem die Kunstwerke der fünf Sammlungsbereiche des Museums lagern. Die Sanierungskosten betrugen rund sechs Millionen Euro. „Von den Sanierungsarbeiten ist in unseren Räumen nicht viel zu sehen, und dennoch ist das Gebäude nun mit den neuesten technischen Sicherheitsanlagen ausgestattet“, sagt Thomas Köhler, Direktor der Berlinischen Galerie. „Zugleich haben wir die Chance genutzt, unser elektroakustisches System auf aktuellste Technik umzustellen.“ Die Architektur des Museumsgebäudes sei von hoher Flexibilität und biete viele Möglichkeiten für eine variable Ausstellungsgestaltung. Köhler: „Ich freue mich, dass die jetzt vorhandene Ausstattung Künstler und Kuratoren in ihren Projekten unterstützt.“

Für den Einbau der neuen Sprinkleranlage wurden die gesamten Deckenkonstruktionen des Museums und der Depots einschließlich der Beleuchtung erneuert. Die moderne Hochdruck-Wassernebellöschanlage schütze im Brandfall sowohl die Besucher als auch das Kulturgut durch ihren geringen Wassereinsatz. Gleichzeitig wurde die Netzersatzanlage erweitert, die im Brandfall die Stromversorgung für das Brandschutzsystem
gewährleistet.

Weitere Informationen
Berlinische Galerie
Alte Jakobstraße 124–128
10969 Berlin
(030) 78 90 26 00
www.berlinischegalerie.de

(nm/red) / Bild: Nina Straßgütl

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