Theater belebt den Spreepark

Plänterwald: Verein kündigt Veranstaltungsreihe für kommende Wochen an

Die Verhandlungen zwischen der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) und der Grün Berlin GmbH über einen Neuanfang im Spreepark sind bislang ohne Ergebnis. Vorübergehend neues Leben soll aber schon in der kommenden Woche in das verfallene Freizeitparadies einziehen: mit einer Reihe von Kulturveranstaltungen, die ein eigens gegründeter Verein jetzt vorantreibt.

„In diesem Sommer werden wir das Amphitheater zum ersten Mal seit 14 Jahren bespielen, bis zum September sind mehr als 40 Veranstaltungen geplant“, sagt Katharina Becker vom KULTURspreePARK e. V. An jedem Wochenende werde im Amphitheater ein anderes Programm geboten. Am 3. und 4. Juli veranstalten Becker und ihre Mistreiter unter anderem das Musiktheater „Oh, wie schön ist Panama“ (Beginn: 17 Uhr). Zwischen dem 3. und 5. Juli gibt es zudem Konzerte und eine Shakespeare-Aufführung. „Das ist eine halsbrecherische Arbeit, aber wir sind guter Dinge“, so Becker. Ende November hatte sich der Verein gegründet. Nach dem Rückkauf des Geländes durch das Land Berlin im vergangenen Jahr will der Verein ein Zeichen für die künftige Nutzung setzen. „Die Wiederbelebung des Amphitheaters und die Einbindung von schulischen und studentischen Kunstprojekten sollen zeigen, dass es möglich ist, die Stadt mitzugestalten – mit Ideen und Visionen“, teilt der Verein mit. „Gleichzeitig machen wir einen Schnitt zu der kommerziellen Betreibung des Spreeparks in der Vergangenheit.“

Ohne Förderung

In diesem Frühjahr startete der Verein mit den Vorbereitungen für den Kultursommer. Zunächst machten die Frauen und Männer die Zuschauerreihen wieder flott. Außerdem wurden mobile Bühnentraversen eingesetzt. Öffentliche oder private Gelder seien dafür bislang nicht an den Verein geflossen. Dessen Mitglieder gingen in Vorleistung und arbeiten noch immer ehrenamtlich. Ein Gartenbauunternehmen half mit Sachspenden.

Für die Restaurierung des Amphitheaters wurde eine Spendenaktion im Internet gestartet. Becker: „Wir wünschen uns mehr Unterstützung vom Bezirk.“ Dieser erteilte die Auflage, die Zuschauerplätze auf 199 zu begrenzen. Weitere Informationen zum Kultursommer im Spreepark und zur Sammelaktion für die Naturtheaterbühne gibt es im Internet.

Nils Miichaelis / Bild: Imago/Future Image

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