Berlin sieht gelb und fährt grün

Verkehr: Die neue E-Bus-Flotte ist angekommen und pendelt noch in diesem Sommer ab Südkreuz

Sie sind zwölf Meter lang, 2,55 Meter breit und bieten Platz für 70 Fahrgäste. Die vier Elektrobusse der Firma Solaris sind vor allem aber eines: Grün. Vergangene Woche ist die gelbe E-Bus-Flotte der Berliner Verkehrsbetriebe eingetroffen und offiziell vorgestellt worden. Die erste Proberunde auf dem BVG-Betriebshof an der Indira-Gandhi-Straße konnte erfolgreich absolviert werden. Dort werden die Elektrobusse der Linie 204 auch künftig stationiert sein. Derzeit sind sie noch nicht im Einsatz.

Erste Tests

Die ersten Tests zur Vorbereitung der Zulassung haben jedoch bereits begonnen. Noch in diesem Sommer sollen die umweltschonenden Busse dann in den Berliner Linienverkehr gehen. Emissionslos, leise und vibrationsarm werden sie dann auf der 6,1 Kilometer langen Strecke zwischen den Bahnhöfen Südkreuz und Hertzallee am Zoologischen Garten die ersten Passagiere mit einer Höchstgeschwindigkeit von 65 Kilometern pro Stunde innerhalb der 18 Haltestellen der Linie 204 im 20 Minuten-Takt transportieren. Der E-Bus Berlin bietet 33 feste und 19 podestfreie Sitzplätze sowie drei Klappsitze.

Weltweit einmalig

Es handelt sich um die weltweit erste Buslinie in einer Hauptstadt, bei der ausschließlich kabel- und kontaktlos geladene Elektrofahrzeuge im Linienverkehr zum Einsatz kommen. Möglich ist dies durch die Primove-Technologie von Bombardier und das elektrische Antriebssystem von Vossloh Kiepe. In nur vier bis sieben Minuten werden die Busse vom Typ Solaris Urbino 12 electric jeweils an ihren Endstationen durch eine induktive Ladung auf einer unterirdischen Platte geladen. Völlig ungefährlich für den Busfahrer oder Passanten, denn die Ladeplatte lädt nur, wenn sich der Bus genau darüber befindet und sich die in der Fahrzeugunterseite montierte Aufnahmespule absenkt. Rund 260 Tonnen Kohlendioxid-Emissionen können mit dieser gesamten E-Bus-Flotte eingespart werden. Um denselben Effekt zu erzielen, müssten rund 250 Berliner Personenkraftwagen elektrifiziert werden. Die Betriebsphase der Linie 204 im Rahmen des „Internationalen Schaufensters Elektromobilität Berlin-Brandenburg“ läuft bis Ende September 2016. Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit insgesamt 4,1 Millionen Euro gefördert. Die Technische Universität Berlin hat es wissenschaftlich begleitet. Sie hat im Vorfeld die erforderlichen Ladezeiten sowie notwendigen Kapazitäten der Hochleistungsbatterien bestimmt.

Michaela Bavandi / Bild: BVG/Oliver Lang

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