Sommerfest für die Sinne

Event: Zur „Botanischen Nacht“ werden Gewächshäuser und Wege illuminiert

Ein sommerlicher Zauber legt sich am 18. Juli auf den Botanischen Garten, wenn dort ab 17 Uhr das inzwischen siebte Sommerfest der traditionsreichen Einrichtung stattfindet. So leuchten in dieser „Botanischen Nacht“ beispielsweise nicht nur die Gewächshäuser und Wege mit einer Gesamtlänge von 16 Kilometern. Auch uralte Baumriesen tauchen dank der Beleuchtung geheimnisvoll aus dem Dunkel, in dem es auch sonst von mysteriösen Gestalten nur so wimmelt.

Musik und Märchen

Auf verschlungenen Wegen, in Hainen und an Quellen treiben Faune, kecke Fabelwesen und anmutige Naturgeister ihr Spiel. Mimen, Musiker und Märchenerzähler beeindrucken auf Wiesen, in Innenhöfen und Pavillons mit ihrer Kunst und laden zum Verweilen ein. Die besondere Atmosphäre in der mit 22.000 Pflanzenarten ohnehin beeindruckenden Umgebung ist dabei aber nur ein Anreiz für den Besuch der „Botanischen Nacht“, der an der Abendkasse für 38 Euro zu haben ist. Denn neben den Sehnerven kommen auch die anderen Sinne auf ihre Kosten. Etwa im „Duft- und Tastgarten“ mit seinen wohlriechenden Blumen, Fühlklötzen und dem beliebten Barfuß-Parcours, bei dem man mit verbundenen Augen Reis, Sand und verschiedene Materialien erfühlen kann. Oder in puncto Gaumenfreuden, wenn etwa „Spreewaldkoch“ Peter Franke ab 17 Uhr Neues aus der Akte „Pommes Fritz“ hervorzaubert und es beim „essbaren Balkon“ in der Nähe des Eingangstors „Unter den Eichen“ jeweils um 17.30, 19 und 20.30 Uhr „Permakultur zum Anbeißen“ gibt.

Belebende Rhythmen

Zudem wird ein großes Kulturprogramm geboten. Musikalisch beweisen etwa die „Brassgirls“, dass ihre heiße Rhythmus-Maschine ganz ohne Strom läuft und trotzdem für beste Unterhaltung sorgt. Dagegen lädt die „Tanzcombo Christoph Sanft“ mit Standard oder lateinamerikanischen Rhythmen, Swing-, Disco- oder Partysound und beliebten Evergreens zum Tanzen ein und das Quartett von „Aquabella“ präsentiert wiederum Welthits der Folkmusik – aus so unterschiedlichen Ländern wie Kanada, Griechenland, Japan oder Brasilien. Auf der Bühne stehen bei der „Botanischen Nacht“ aber nicht nur Musiker, sondern auch andere Kulturschaffende. So trägt der hintergründige Poetry-Slammer Volker Strübing im Rosenpavillon seine Gedanken zu bedrohten Tierarten „und ihrer korrekten Zubereitung“ oder der „ Zukunft der Menschheit im neoliberalen Spaßgefängnis“ vor. Und Sigrid Grajek bringt ihr Publikum in der Baumschule als Seniorin des gehobenen Amüsements, mit der kleinen blauen Gitarre und gewandet in ihren Lieblingsfarben „Kassler“ und „Hornhaut“ zum Lachen.

Philip Aubreville / Bild: Eberhard Klöppel

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