Konjunktur für Gründer an der TU Berlin

Wissenschaft: „Coworking Space“ bietet  Start-ups Raum für den Erfahrungsaustausch

Die Technische Universität Berlin (TU) baut ein Forum und Zentrum für alle, die bereits Start-ups betreiben oder sich auch erst vor einer Unternehmensgründung befinden. Ein Gründungszentrum mit dem klingenden Namen „Coworking Space“ wird im Parterre des ehemaligen Bergbau und Hüttenwesen-Gebäudes untergebracht werden.

Ernst-Reuter-Platz 1

Ernst-Reuter-Platz 1

Ecke belebt

Dieser „Coworking Space“ soll allen Gründern sowie natürlich allen Studierenden zukünftig als Arbeitsplatz für ihr eigenes Unternehmen zur Verfügung stehen. Die postalische Adresse lautet Ernst-Reuter-Platz 1. Damit werde ein prominenter Platz zur Stadt hin geöffnet, betonte TU-Präsident Prof. Dr. Christian Thomsen bei einem Pressetermin vor Ort, dem auch Bildungssenatorin Sandra Scheeres und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) beiwohnten. „Wir präsentieren hier die Hightech-Innovationen und beleben mit unserer Gründerkultur und innovativen Atmosphäre die bisher vernachlässigte Ecke zwischen Hardenbergstraße und Ernst-Reuter-Platz“, sagte Thomsen. Der Campus Charlottenburg werde mit dieser neuen Wirkungsstätte für Gründer noch stärker ins Zentrum der Betrachtung rücken und vor allem präsenter. Michael Müller ließ es sich nicht nehmen, das Gebäude am Ernst-Reuter-Platz zu besichtigen und Einsicht in die Pläne zu erhalten. „Berlin erlebt eine neue Gründerzeit. Ich bin sehr stolz auf die vielen kreativen und mutigen Ideen sowie die motivierten und motivierenden Gründerinnen und Gründer“, so Müller. Die Einrichtung des Coworking Space und die Eröffnung des Charlottenburger Innovation Centers leisteten einen immens wichtigen Beitrag für die blühende Start-up-Szene.

Synergien nutzen

Junge Gründer finden dort nach der Fertigstellung genügend Platz im Parterre des Traditionshauses. Für Workshops und vielleicht auch Vorträge, aber vor allem zum Arbeiten. Sie treffen auf Gleichgesinnte, können sich austauschen und Synergien nutzen. Eine Prototypenwerkstatt soll eingerichtet werden. Die Tech-
Gründer der TU Berlin können dort mittels 3D-Drucker, CNC-Fräse und Lasercutter ihre Produktproto-
type entwickeln.

Geld eingeworben

Finanziert wird dieses Projekt, das der wachsenden Gründerszene sehr entgegenkommt, vom Land Berlin, das dafür 2,7 Millionen Euro aus den sogenannten Bafög-Mitteln bereitstellt, als auch durch private Geldgeber. Die TU Berlin setzte auf das moderne Finanzierungsmodul Fundraising und konnte so rund 230.000 Euro für den Ausbau einwerben. Die Berliner Volksbank spendete dabei allein insgesamt 50.000 Euro.

Michaela Bavandi / Bild: fatkoehl architekten

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