Geldspritze für die Feuerwehr

Frohnau: Für 1,3 Millionen wird eine neue Wache mit fünf Fahrzeughallen gebaut

Mehr Menschen, mehr Notfälle: Durch die steigenden Einwohnerzahlen werden auch immer größere Anforderungen an die Berliner Feuerwehr gestellt. Der Senat will darauf reagieren. Auf eine Anfrage des CDU-Abgeordneten Danny Freymark hat die zuständige Senatsverwaltung des Inneren den Bau von insgesamt elf neuen Wachen angekündigt. Eine davon wird auch in Reinickendorf entstehen. Dabei handelt es sich um ein Gebäude mit fünf Fahrzeughallen für die Freiwillige Feuerwehr Frohnau. Die Fertigstellung ist für 2016 oder 2017 geplant und soll 1,35 Millionen Euro kosten. „Für unseren Stützpunkt bedeutet das vor allem eine Anpassung an moderne Standards“, sagt Florian Freise von der Freiwilligen Feuerwehr Frohnau.

Denn in dem alten, vor rund 70 Jahren erbauten Wachgebäude seien bisher nie grundlegende Modernisierungsarbeiten vorgenommen worden. Die sanitären Anlagen seien veraltet, eine richtige Küche für die Mitarbeiter nicht vorhanden. Ein neues Gebäude ist dringend nötig. Zudem ist die alte Wache inzwischen viel zu klein geworden. „Der Rettungswagen muss immer erst aus der Halle gefahren werden, bevor die Mannschaft einsteigen kann“, erzählt Freise. Das soll sich mit den neuen, größeren Fahrzeughallen ändern. Außerdem wird der Fuhrpark in Frohnau um einen weiteren Rettungswagen aufgestockt. Sanierungsbedarf für die Rettungswachen sieht die Senatsveraltung auch in Pankow, Prenzlauer Berg, Spandau, Hohenschönhausen und Treptow-Köpenick. Das kostenintensivste Projekt ist dabei der Neubau der Berufsfeuerwache in Hohenschönhausen. Das zwölf Millionen Euro teure Projekt sieht neun neue Fahrzeugstände vor. Die Pläne für alle Bezirke sollen laut Senat bis spätestens 2022 abgeschlossen sein. Des Weiteren hat die Feuerwehr künftigen Bedarf für Rettungswachen in den Ortsteilen Plänterwald, Lankwitz, Alt-Friedrichsfelde und Schmöckwitz angemeldet. Über die künftige Kapazität dieser Standorte könne der Senat zurzeit noch keine Aussagen treffen. Inwieweit der Bedarf an Rettungseinsätzen in den nächsten Jahre steigen wird, müsse noch beobachtet werden.

Nabila Lalee /  Bild: FF Frohnau 

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