Im Kampf gegen Hundehasser

RE_08_Schluss_bis zur Linie freistellen

Soziales: Tierfreunde wollen Hunde vor Giftködern schützen

Sie spicken Fleischbällchen mit Nägeln, verstecken Rasierklingen in Wurststücken, streuen Rattengift über Leckerlis: Ihr Hass gegen Hunde scheint so groß zu sein, dass sie den Tod der hilflosen Tiere in Kauf nehmen. Jetzt hat die Initiative „Spandauer Hundefreunde“ diesen verantwortungslosen Menschen den Kampf angesagt. Ausgestattet mit Warnwesten und Arbeitshandschuhen durchkämmten freiwillige Helfer die Flächen rund um die Sportplätze am Grüngürtel. Dort seien in den vergangenen Wochen nämlich mehrere präparierte Giftköder entdeckt worden. Obwohl die Suche erfolglos blieb, gibt René-Marcel Luchs trotzdem keine Entwarnung: „Es ist durchaus möglich, dass die Täter von der Aktion wussten, die Köder entfernten und jetzt wieder neue auslegen.“

Anzeige wichtig

RE_08_02Auch in Tegel und im Spandauer Forst wurden immer wieder Giftköder entdeckt. „Wir können uns gut vorstellen, unsere Suchaktionen in naher Zukunft auch in diesen Gebieten durchzuführen“, so René-Marcel Luchs. Der Hundefreund betont, dass bei einem Fund unbedingt Anzeige erstattet werden müsse. Wird ein verdächtiges Teil gefunden, sollte es vorsichtig eingesammelt und zur Polizei gebracht werden. „Ein Mangel an Strafanzeigen führt vor allem dazu, dass Initiativen die sich gegen Giftköder einsetzen, keine Fördergelder erhalten“, sagt Luchs. Hinter der grausamen Tat stecken oft Menschen, die sich durch Gebell oder Hundehäufchen belästigt fühlen. Hundebesitzer können aber auch selbst für ein besseres Verständnis für ihre Tiere sorgen: Leinenpflicht beachten und die Haufen mit den mitgebrachten Beuteln sofort aufsammeln. Den tödlichen Leckerbissen fallen nicht nur Hunde zum Opfer. Auch Katzen, Wildtiere und Vögel sterben qualvoll an den Ködern.

Hundehalter können sich im Internet über Gebiete informieren, in denen Giftköder vermutet werden. Obwohl es leider keinen hundertprozentigen Schutz gibt, lässt sich das Risiko durch Beachtung einiger Verhaltensregeln aber zumindest ein wenig eingrenzen. Dazu gehört, den Hund an der Leine zu halten, nicht unbeobachtet in Gebüschen schnüffeln zu lassen sowie ihm von klein auf beizubringen, Essen nicht unerlaubt vom Boden aufzuheben.

www.facebook.com/HundefreundeSpandau
www.giftkoeder-radar.com

Nabila Lalee / Bild 1: imago/blickwinkel, Bild 2: Johannes Korn

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