Komplexe Strukturen

Käthe-Kollwitz-Preis: Bernard Frize wird für seine großartige Kunst geehrt.

Die Akademie der Künste zeigt anlässlich der Verleihung des Käthe-Kollwitz-Preises 2015 an Bernard Frize vom 11. September bis 25. Oktober eine Auswahl seiner Gemälde im Akademie-Gebäude am Hanseatenweg.

Bernard Frize

Bernard Frize

Erstmals ausgestellt

Zu sehen sein werden unter anderem Berlin n°2 (1981), die Serie Suite au Rouleau (1993) und weitere Serien, auch unter Glas, die zwischen 2011 und 2015 im Berliner Atelier des Künstlers entstanden sind und erstmals ausgestellt werden. Die mittel- und großformatigen Gemälde von Bernard Frize entsprechen einer gleichermaßen sinnlichen wie konzeptuellen Arbeitsweise, der selbst geschaffene Regeln und Systeme zu Grunde liegen. Die Jury, bestehend aus den Akademie-Mitgliedern Ayse Erkmen, Mona Hatoum und Karin Sander, unterstreicht insbesondere, dass sich Frizes farbig gemalte Systeme, auch wenn sie überraschend einfach erscheinen, kompositorisch als komplizierte Strukturen erweisen. Sowohl der Zufall als auch der technisch bedingte Farbauftrag werden zum Thema der Arbeiten, die als Werkgruppen konzipiert werden und eine besondere Variationsbreite zum Ausdruck bringen. Die Konzeption des Umgangs mit Farbe bedingt das bildnerische Ergebnis, die Struktur des Prozesses die Vielfalt der Möglichkeiten. Zur Ausstellung erscheint eine Katalogbroschüre.

Bedeutende Sammlungen

Bernard Frize wurde in Saint-Mandé, Frankreich, geboren und lebt heute in Paris und Berlin. Im Jahr 2011 erhielt er den Fred-Thieler-Preis für Malerei der Berlinischen Galerie. Seine Werke befinden sich in bedeutenden öffentlichen und privaten Sammlungen, unter anderem im Musée national d‘art moderne, Centre Pompidou, Paris; Kunstmuseum Bonn; Museum für Moderne Kunst, Frankfurt/Main; Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofía, Madrid; Kunsthalle Zürich; Albright-Knox Art Gallery, Buffalo, USA.

Der Käthe-Kollwitz-Preis wird jährlich an einen bildenden Künstler vergeben und gefördert vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation, dem zum Berliner Institut Français gehörende Bureau des arts plastiques und der Kreissparkasse Köln, Trägerin des Käthe-Kollwitz-Museums. Den Preis stiftete ursprünglich (seit 1960) die Akademie der Künste der DDR. Der mit 12 000 Euro dotierte Käthe-Kollwitz-Preis an bildende Kunstschaffende wird jährlich verliehen. Frühere Ausgezeichnete sind zum Beispiel Mona Hatoum, Corinne Wasmuth, Douglas Gordon, Peter Weibel, Astrid Klein und Peter Kippenberger.

Titelbild: Das Gemälde „Brome“.

Manfred Wolf / Bilder: privat; VG Bild-Kunst, Bonn 2015

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