Dynamik in der Bülowstraße

Kunst: Li-Hill hat sich an der Fassade Nummer 7 verwirklicht.

„One Wall“ – unter diesem Begriff verwandeln in Berlin herausragende Streetart-Künstler Hauswände gemäß ihrer Vision. Initiiert werden die „One Walls“ vom Künstlernetzwerk Urban Nation, das unter der Leitung von Yasha Young regelmäßig Größen der internationalen Streetart-Szene nach Berlin einlädt, um das Gesicht der Stadt mit ihrer urbanen Kunst nachhaltig zu verändern. Im August besuchten dafür gleich drei bekannte New Yorker Künstler die Hauptstadt. Das Künstlerduo HOWNOSM gestaltete eine Hausfassade in Reinickendorf. Ein weiteres „One Wall“ verleiht seit Ende August der Fassade der Bülowstraße 7 in Schöneberg ein neues Aussehen. Der Künstler Li-Hill war hier am Werk. Der in Brooklyn lebende Kanadier hat seine künstlerischen Wurzeln in der Graffiti-Szene. Sein Portfolio reicht heute von kleinen dreidimensionalen Objekten hin zu haushohen Wandgemälden. Immer wieder benutzt er ungewöhnliche Materialien oder gefundene Gegenstände für seine mehrschichtigen, ausdrucksstarken Werke. „Li-Hill verwischt die Grenzen zwischen Skulptur und Gemälde, zwischen Graffiti und Grafikdesign. Dank HOWNOSM und Li-Hill entstanden zwei herausragende Murals voller Kraft und Dynamik – ein großer Gewinn für Urban Nation und für Berlin“, sagt Yasha Young.

Häuser sind Leinwände und die Stadt wird zum Museum: Urban Nation ist ein innovatives Netzwerk für Künstler, Projekte und Nachbarschaft. Im Mittelpunkt steht die Förderung junger Künstler der Urban Contemporary Art. Seit Ende 2013 lädt Urban Nation in regelmäßigen Abständen lokale und internationale Künstler sowie Kuratoren nach Berlin ein, um urbane Räume künstlerisch zu gestalten und ihnen positive Impulse zu geben. Dabei kommt es in einem öffentlichen Non-Profit-Raum zu einem inspirierenden Austausch zwischen bekannten und gerade aufstrebenden Kreativen.

sara / Bild: Nika Kramer

 

WEITERSAGEN