Neue Küche für Hospiz

Charity: Bürger und Unternehmen spenden 50.000 Euro.

Das Ricam Hospiz in Berlin-Neukölln hat jetzt eine neue Wohnküche für Patienten und deren Familien in Betrieb genommen. Die Küche sei das Ergebnis eines gemeinsamen Schulterschlusses von Bürgern, Berliner Handwerk und Industrie, wird mitgeteilt. Innerhalb eines Jahres seien mehr als 50.000 Euro für eine neue Küche gespendet worden. Die Spenden stammten von Privatpersonen, die in ihren Unternehmen sammelten oder als Gäste der Berliner Hospizgala spendeten.

Logistische Herausforderung

Ursprünglich wurden in der Hospizküche mit vier Herdplatten, einem Backofen und herkömmlichen Geschirrspülgerät 15 Patienten, Angehörige und Mitarbeiter bekocht. Die Küche wurde vor 17 Jahren als Teeküche konzipiert. Das Essen sollte geliefert werden. „Weil das individuelle Kochen für Hospizpatienten (und teilweise für ihre Angehörigen) eine der wichtigsten Voraussetzungen fürs Wohlgefühl darstellt, hat das Ricam Hospiz die Teeküche als Hauptküche für alle Mahlzeiten genutzt, obwohl die Kosten wesentlich höher sind als bei einer Anlieferung der Mahlzeiten“, teilt die Leitung der Einrichtung mit. Das sei eine logistische Herausforderung gewesen.

Die nötigen Ausgaben für eine neue zweckmäßige Küche seien allerdings stets viel zu hoch für das Ricam Hospiz. gewesen. Allein die Ausstattung mit professionellen Gewerbe-Küchengeräten schlug den Angaben zufolge mit mehr als 50.000 Euro zu Buche. Hinzu kamen Kosten für neue Starkstrom- und Wasserleitungen, Arbeitsplatten, Ober- und Unterschränke sowie für eine Theke.

Offene Türen

Eine Vielzahl von Veranstaltungen zu den Themen Trauer, Tod und Sterben bietet die 16. Berliner Hospizwoche, in diesem Jahr unter den Motto „Leben bis zuletzt“. Noch bis zum 29. September befassen sich Vorträge, Filme und Diskussionen mit dem Themenkreis. Außerdem öffnen verschiedene Berliner Hospize ihre Türen für Besucher. Eine detaillierte Terminübersicht gibt es unter www.hospizwoche.de

„Die Hospizbewegung hat viel erreicht“, so Gesundheitssenator Mario Czaja (CDU). „Wir brauchen aber noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit, um einen anderen gesellschaftlichen Umgang mit den Themen Sterben, Tod und Trauer zu erreichen.“

nm/red / Bild: Ricam Hospiz

 

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