Gartenstadt wird aufgestockt

Lindenhof: GeWoSüd feiert Richtfest für neun Maisonetten.

Im historischen Schöneberger Lindenhof steht ein neues Bauvorhaben in den Startlöchern. Die denkmalgeschützten Vierfamilienhäuser aus dem Jahr 1920 werden mit neun neuen Wohnungen aufgestockt. Die 80 bis 120 Quadratmeter großen Wohnungen verfügen teilweise über eine Galerie und sollen die volle Höhe des Dachraumes nutzen. Das Richtfest wurde von der Wohnungsgenossenschaft GeWoSüd bereits gefeiert.

Grün erhalten

Vor rund hundert Gästen des Baurituals lobte Bezirksstadtrat Oliver Schworck (SPD) die GeWoSüd dafür, dass sie die neuen Wohnungen baue, ohne dafür Grünflächen zu opfern. „Eine derart behutsame Verdichtung ist in Berlin, wo bezahlbarer Wohnraum immer knapper wird, ein beachtliches Signal aus der genossenschaftlichen Wohnungswirtschaft.“ Mit bisher über 50 familiengerechten neuen Wohnungen und vier Spielplätzen sorge die Genossenschaft auch dafür, dass „ die Gartenstadt Lindenhof langsam wieder zur Kinderstadt wird“, so Schworck, der sowohl für Jugend als auch für den Bereich Naturschutz zuständig ist. Der Bau an der Reglinstraße wurde Anfang dieses Jahres unter einem Schutzdach begonnen. Vorangegangen waren im Zuge der Sanierung der historischen Häuser Dachausbauten an der Domnauer Straße und in der Suttnerstraße. „Jetzt sind wir trainiert und bauen im eingespielten Team immer schneller“, sagt Architekt Franz Jechnerer. Es sei eine sehr komplexe Aufgabe, aus Mauerwerk, Holz- und Stahl im KfW-Effizienzhaus-Denkmal-Standard auf dem historischen Bestand zu bauen. „Präzision und Konzentration bei der Arbeit zeichnet diese Baustellen aus.“ GeWoSüd-Vorstand Norbert Reinelt möchte als Nächstes den letzten historischen Bau, ein Torhaus an der Röblingstraße, sanieren und mit Wohnungen im Dachgeschoss ausstatten. 2019 feiert die Genossenschaft 100. Jubiläum. Auch ein im Krieg zerstörtes zweites Torhaus über die Reglinstraße könnte bis dahin entstehen. „Damit bleiben wir unserer Linie treu, Potenziale für weiteren Wohnraum auf eigenen Grundstücken zu suchen und dadurch günstige Mieten zu garantieren.“ Die Wohnungen, für die Richtfest gefeiert wurde, werden monatlich 8,30 Euro kalt pro Quadratmeter kosten.

Gärten anlegen

Bei den sanierten Vierfamilienhäusern mit den neuen Dachgeschosswohnungen werden die nach dem Krieg als Grünanlagen gestalteten Außenflächen nach Abschluss der Bauarbeiten wieder als Nutzergärten für die Wohnungen im Erdgeschoss angelegt. Die GeWoSüd ist eine Wohnungsgenossenschaft mit rund 4.100 Mitgliedern und 2.600 Wohnungen an zwölf Standorten im Norden, Osten und Süden Berlins. Sie wurde 1919 gegründet und bietet Wohnungen im Altbau sowie Neubau der Jahrgänge 1954 bis 2015.

sara/red / Bild: Milzkott/urbanPR

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