Jetzt jazzt janz Berlin

Kultur: Berlin ist ein Mekka für alle Jazzliebhaber. Absoluter Höhepunkt der Saison ist das Jazzfest mit mehr als 120 Musikern.

Richard Williams

Richard Williams

Secret Songs nennen Mesut Ali und seine Oriental Connection ihr Programm, mit dem sie am 9. Oktober, ab 21 Uhr, im Badenschen Hof zu hören sind. Auf die Ohren gibt‘s einen Mix unter dem Titel Balkan Beats meets Turkish Fusion Jazz. Dieser Abend im Wilmersdorfer Traditionsclub ist nur eine von vielen Möglichkeiten, als Liebhaber des Jazz in Berlin fündig zu werden. Und doch geht‘s ab Mitte Oktober besonders heiß her. Den Anfang macht am 16. dieses Monats das Festival Jazz in den Ministergärten (siehe unten). Der absolute Höhepunkt des Jahres aber ist traditionell das Jazzfest Berlin. Mit seinem neuen künstlerischen Leiter Richard Williams präsentiert es vom 5. bis 8. November mehr als 120 Musiker aus fünf Kontinenten, die eines miteinander verbindet: der Impuls zur Vorwärtsbewegung und Veränderung – „On the Move“.

 

Jüngere Generation

Den Rahmen des viertägigen Festivals bilden die Auftritte zweier Großformationen, die musikalisch den „Rahmen“ des Jazz sprengen: Zur Festivaleröffnung am 5. November im Haus der Berliner Festspiele wird das von Musikern der Berliner Echtzeitmusik-Bewegung gegründete Splitter Orchester ein neues Werk des amerikanischen Komponisten George Lewis aufführen. Im Abschlusskonzert am 8. November spielt das Ensemble Diwan der Kontinente, das in Berlin lebende Musiker vieler Nationen und unterschiedlichster Musiktraditionen von arabischer bis asiatischer Herkunft vereint. Ebenfalls zu Gast beim diesjährigen Jazzfest sind drei herausragende Bandleader, die mehrere Jahrzehnte Musikgeschichte verkörpern, aber immer wieder mit neuen Projekten überraschen: der Saxofonist Charles Lloyd aus den USA mit seiner Suite „Wild Man Dance“, der britische Pianist Keith Tippett mit seinem Stück für Oktett „The Nine Dances of Patrick O’Gonogan“ und schließlich der Schlagzeuger Louis Moholo-Moholo aus Südafrika mit Musikern der jüngeren Generation im Quartett. Wobei in diesem Jahr die jüngere Generation auch sonst nach vorne drängt: so unter anderem der französische Akkordeonist Vincent Peirani mit seinem jüngsten Projekt „Living Being“. die US-amerikanische Sängerin Cécile McLorin Salvant, der armenische Pianist Tigran Hamasyan oder der Saxofonist Miguel Zenón aus Puerto Rico.

Tolles Rahmenprogramm

Im A-Trane präsentiert das Festival junge Klaviertrios, die neue Facetten dieser klassischen, aber so flexiblen Formation zu Gehör bringen. Mit dabei das Julia Kadel Trio aus Deutschland, das Trio um den italienischen Pianisten Giovanni Guidi, und Plaistow, ein Klaviertrio aus der Schweiz. Statt eines Pianos hat das australische Trio The Necks die Orgel als drittes Instrument erwählt und spielt auf der Empore der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in einem Nachmittagskonzert am Samstag, den 7. November. Zum Rahmenprogramm des Festivals gehört in diesem Jahr die Filmvorführung von „Charles Lloyd: Arrows Into Infinity“ (2012), ein bemerkenswertes Filmporträt mit Interviews von Musikgrößen wie Herbie Hancock, Jack DeJohnette, Robbie Robertson und vielen anderen. Außerdem wird es zwei Künstlergespräche mit Julia Kadel und Émile Parisien sowie Cymin Samawatie und Alexander Hawkins geben. Am 6. November wird der Albert-Mangelsdorff-Preis der Union deutscher Jazzmusiker an den Pianisten Achim Kaufmann verliehen.

Jazz in den Ministergärten

Seit zehn Jahren eine feste Größe: Die Landesvertretungen Brandenburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Schleswig-Holstein präsentieren am 16. Oktober, ab 19 Uhr, besten Jazz aus ihren Ländern. Getragen von einer Welle vollmundiger Jazz-Klänge geht es bis in die Nacht. Aus Brandenburg dabei ist das Keimzeit Akkustik Quintett mit Geigerin Gabriele Kienast und – natürlich – den Leisegang-Brüdern.

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.jazzministergaerten.de.

Kunstfabrik Schlot

Abwechslung und Vielfalt werden im Jazzclub an der Invalidenstraße groß geschrieben. Betrieben wird der Schlot von dem Pianisten, Mitbegründer und Co-Leiter der global-jazz-academy, Stefan Berker und John Kunkeler, nebenberuflich noch als Leichtathletik-Trainer, und Sportorganisator (Berlin-Marathon) tätig. Das passt: Die Schweizer Band The Great Harry Hillman spielt am 12. Oktober, 21 Uhr, und ist benannt nach dem dreifachen Hürdenolympiasieger von 1904.

 

 

 

Weitere Informationen finden Sie unter: www.kunstfabrik-schlot.de

Wittenauer Scheune

Die privat finanzierte Jazzscheune auf dem Gelände des Restaurant Schupke, Alt-Wittenau 66, ist seit 2011 ein entspanntes kulturelles Wohnzimmer mit nationalen und internationalen Stars und hat herausragende Nachwuchs-Musiker zu bieten. Am 14. Oktober, 19 Uhr, gibt‘s zum Beispiel ein Wiedersehen mit den legendären Umbrella Jazzmen, eine der traditionsreichsten Dixieland-Jazzbands Berlins, die seit 1962 ihre Zuhörer regelmäßig begeistert.

 

 

Weitere Informationen finden Sie auf Facebook.

Weitere Informationen zum Programm, zu Tickets und Terminen gibt es hier und per Telefon.

Kontakt: (030) 25 48 91 00

red/mw / Bilder: Alex Morley, Keimzeit, thegreatharryhillman, umbrella-jazzmen, Jirka Jansch

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