Viel Spaß beim Lernen und Spielen

Waldorfschulen: Drei Willkommensklassen haben mit dem Unterricht begonnen

Die ersten drei Willkommensklassen für Flüchtlingskinder an Berliner Waldorfschulen haben mit dem Unterricht begonnen. Neben den Waldorfschulen in Kreuzberg und Mitte beherbergt auch die Rudolf-Steiner-Schule in Dahlem seit Neustem Flüchtlingskinder.

Schnell Deutsch lernen

Die drei Waldorfschulen hatten bereits zu Beginn des Jahres ihre Bereitschaft erklärt, sich an der Beschulung der Flüchtlingskinder zu beteiligen, nachdem der Senat die freien Schulen dazu aufgefordert hatte. Pro Klasse wird eine Lehrerstelle vom Berliner Senat zu 93 Prozent finanziert, teilt die Landesarbeitsgemeinschaft der Freien Waldorfschulen Berlin-Brandenburg mit. Aus der Sicht des Bundes der Freien Waldorfschulen (BdFWS) sind Waldorfschulen generell für die Aufnahme von Flüchtlingskindern gut gerüstet. Von den zentralen Gremien des BdFWS sind sie daher dazu ermutigt worden, sich um Flüchtlingsklassen zu bemühen.

„Wir freuen uns sehr, dass wir im neuen Schuljahr mit einer Willkommensklasse beginnen konnten“, sagt der Geschäftsführer der Dahlemer Rudolf-Steiner-Schule, Friedrich Ohlendorf. Neun Schüler wurden der Schule bisher von der Senatsverwaltung zugewiesen. Die Schüler sind zwischen zwölf und 16 Jahre alt und kommen aus Afghanistan, Bosnien, Albanien und Turkmenistan. Durch den Unterricht in der Willkommensklasse sollen sie auf den regulären Schulbesuch vorbereitet werden.

Die Schüler der Willkommensklasse wurden von der Klassenlehrerin, Conny Bergengrün, aus dem nahegelegenen Containerdorf am Hohentwielsteig abgeholt, um sie mit dem Schulweg vertraut zu machen. Auf dem Gelände der Waldorfschule haben Neuntklässler die Neuankömmlinge mit vielen bunten Luftballons begrüßt und einen Imbiss für sie vorbereitet. Wie Klassenlehrerin Bergengrün berichtet, ist der Kenntnisstand der Schüler sehr unterschiedlich. „Es sind einige dabei, die vier Sprachen beherrschen, andere können nur ihre Muttersprache. Wir schauen uns jedes Kind individuell an, um herauszubekommen, was es genau braucht.“ Im Vordergrund stehe zunächst das Deutschlernen im sogenannten Hauptunterricht, danach teilen sich die Schüler je nach Alter schon auf die regulären Waldorfklassen auf, um von Anfang an möglichst viel vom waldorfspezifischen Unterricht wie zum Beispiel den handwerklich-künstlerischen Fächern mitzubekommen. Den Unterricht in der Willkommensklasse bestreitet Klassenlehrerin Bergengrün mit zwei Kollegen, von denen Lehrer Jörn Taubert vor allem für den Unterricht in Deutsch als Zweitsprache (DaZ) zuständig ist.

Weitere Plätze

Auch die Emil Molt Akademie in Steglitz, ein Waldorf-Berufskolleg, hat beim Senat die Zuweisung von jugendlichen Flüchtlingen beantragt. In anderen Bundesländern wie zum Beispiel Hessen oder Nordrhein-Westfalen wird ebenfalls an Konzepten zur Integration von Flüchtlingsklassen in Waldorfschulen gearbeitet.

Sara/red / Bild: BdFWS

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