Spionage in Spandau

Neue Ausstellung über Staatssicherheit.

Schüler des Seminarkurses Geschichte des Lily-Braun-Gymnasiums haben sich erneut mit den Aktivitäten der Staatssicherheit in Spandau beschäftigt. In Kooperation mit der Jugendgeschichtswerkstatt wurden diesmal die Akten zu den „Geheimen Mitarbeitern“ der Stasi durchsucht. Mehrere „Spandauer Spione“ wurden dabei erstmalig entdeckt. Am 12. Oktober, 15 Uhr, wird dazu eine Ausstellung im Klubhaus Falkenhagener Feld, Westerwaldstraße 1, eröffnet.

Nachbarn beschattet

Die Ausstellung „Im Auftrag der Staatssicherheit – Spione in Spandau“ stellt fünf Menschen vor, die in Spandau für die Stasi gearbeitet haben. Sie spionierten ihre Nachbarn, Kollegen und Freunde ebenso aus wie die Polizei und die britischen Streitkräfte, die hier angesiedelt waren. Ein halbes Jahr lang sichteten die Schüler hunderte Seiten der alten Stasi-Akten aus dem Bestand des „Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik“. Aus diesen Arbeitsergebnissen entstand die Ausstellung. „Wie aktiv die Staatssicherheit auch in Spandau war, ist erschreckend. In dieser nunmehr zweiten Ausstellung zur Arbeit der Stasi in unserem Bezirk wird deutlich, wie sich auch Spandauer für die Spionagetätigkeit anwerben ließen und ihre Nachbarn aushorchten,“ sagte der zuständige Bezirksstadtrat Gerhard Hanke, der die Ausstellung eröffnen wird. Öffnungszeiten: 12. Oktober bis 20. November, montags bis freitags, 9 bis 20 Uhr.

red

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